Stattersdorf

Erstellt am 13. Februar 2018, 05:31

von Nadja Straubinger

Feuer tötete 18 Katzen. Glimmende Dachkonstruktion machte Eingreifen über das Dach notwendig. Tiere konnten nicht mehr gerettet werden.

Über das Dachmussten dieFeuerwehrmänner zum Brand vordringen.  |  NOEN, FF St. Pölten-Wagram/ Steininger

Während in Wagram um kurz nach 15 Uhr noch der Faschingsumzug in vollem Gange war, wurde es für die Freiwilligen Feuerwehren Stattersdorf und Wagram ernst: Ein Zimmerbrand in Stattersdorf endete in einer Tiertragödie. „Laut Hausbesitzerin waren 18 Katzen im Haus, die konnten wir aber nicht mehr retten“, ist der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Stattersdorf Thomas Spitzer betroffen.

„Als wir zum Haus gekommen sind, haben wir schon die Rauchschwaden gesehen“, berichtet Spitzer. Sofort starteten die Wehren mit dem Innenangriff, die 66-jährige Hausbewohnerin konnten sie gleich zu Beginn retten. Sie wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Universitätsklinikum gebracht.

60 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen

„Ein Zimmer war bereits völlig ausgebrannt, ein anderes hatte zu brennen begonnen“, so der Einsatzleiter. Außerdem hatte sich das Feuer mittlerweile in die Holz-Zwischendecke vorgearbeitet, diese musste geöffnet werden. Weil aber auch die Dachkonstruktion zu brennen begann, schnitt die Feuerwehr das Dach auf, um auch von dort angreifen zu können.

„Wir haben dann noch einen Atemschutzträgertrupp von der Feuerwehr Spratzern nachalarmiert“, so Spitzer. An die 60 Feuerleute kämpften bis 22 Uhr gegen die Flammen, die ein Einfamilienhaus in der Fialastraße bedrohten.

Tags darauf machten sich die Brandermittler vor Ort ein Bild von der Situation. Der Brand dürfte im Bereich der Küche entstanden sein, etwa durch eine eingeschaltete Herdplatte, erläutert Daniela Weissenböck von der Pressestelle der Landespolizeidirektion.