Erstellt am 19. April 2017, 05:30

von Daniel Lohninger

Vamed und Porr bauen Haus D in St. Pölten. Generalunternehmer erhielt Zuschlag für Haus mit 350 Betten. Gebaut werden soll von 2019 bis 2021.

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Schlag auf Schlag geht es im Universitätsklinikum. Nach der Entscheidung Anfang März das Haus A abzureißen und ein neues Haus D auf dem Areal des Pavillon I zu errichten , steht nun der Generalunternehmer fest. Eine Arbeitsgemeinschaft von Vamed und Porr erhielt als Bestbieter den Zuschlag für den 176 Millionen Euro teuren Neubau.

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Die Mitarbeiter werden wie beim Haus C in die Planung und Umsetzung eingebunden, versichert der kaufmännische Direktor Bernhard Kadlec. Ein Vorteil sei nun das Know-how des gesamten Vamed-Konzerns, der weltweit bereits Dutzende Krankenhäuser errichtet hat. Zugleich könnten die Erfahrungen aus dem Bau des Haus C übernommen werden. Denn Haus D wird eine gespiegelte Version des Hauses C sein.

„Vor dem Einzug kann man sich noch jeden Winkel anschauen. Das ist nachher nie wieder möglich.“
Bernhard Kadlec, kaufmännischer Direktor

Mit dem Bau wird 2019 begonnen, die Fertigstellung ist 2021 geplant. Danach wird das Haus A abgerissen. „Die frei werdende Fläche wird begrünt und dient als Reserve für künftige Bau-Projekte“, erklärt Kadlec.

350 Betten auf 21.000 Quadratmetern

Auf 21.000 Quadratmetern Nutzfläche wird das Haus D 350 Betten beherbergen. Untergebracht werden die HNO-Abteilung, die 1. Med, die Neurologie, die Dermatologie, die Kinder-Abteilung, die Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Dialyse-Station. Die Urologie übersiedelt ins Haus B, aus dem die Notfall-Ambulanz auszieht. Sie wird mit der Unfall-Ambulanz zusammengelegt und im Haus C angesiedelt.

„Mit dem neuen Haus D und den bereits errichteten Bauteilen steht der gesamten Region ein hochmodernes Spital, das alle Stückerln spielt, zur Verfügung. Auch unsere Mitarbeiter werden hier die bestmöglichen Rahmenbedingungen vorfinden“, so Landesrat Karl Wilfing.

Projekt voll im Zeit- und Kostenplan

„Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan“, freut sich Kadlec. Der technische Probebetrieb im Neubau mit 300 Betten und zehn OP-Einheiten läuft im Juli an. Danach testet die klinikeigene Mannschaft die Haustechnik. Danach wird mit der Übersiedlung der Chirurgie-Abteilungen, der Ambulanzen sowie der Unfall- und Notfallversorgung begonnen. Untergebracht werden im Haus C auch die Intensivstationen sowie die Medizinische Radiologie, Physikalische Medizin, Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Hygiene.

Vor dem Einzug der Abteilungen werden die St. Pöltner die Gelegenheit bekommen, das Haus C zu besichtigen. „Dann kann man sich noch jeden Winkel anschauen. Ab dem Moment, in dem das Krankenhaus in Betrieb geht, ist das nie wieder möglich“, erklärt Kadlec. Ende des ersten Quartals 2018 geht Haus C in Vollbetrieb, die ersten Patienten werden einziehen. Gleichzeitig geht auch das Haus G mit dem neuen Zentral-Eingangsbereich in Betrieb.

Propst-Führer-Straße bis Ende Juni gesperrt

Während der Verlegung einer Fernwärme-Ringleitung für das Universitätsklinikum ist bis Ende Juni die Propst-Führer-Straße zwischen Kremser Landstraße und Kerensstraße gesperrt. Im Bereich des Universitätsklinikums ist während der zwei Bauabschnitte mit Umleitungen zu rechnen. Betroffen ist auch der Bus-Verkehr. Die Haltestelle Krankenhaus West wurde aufgelassen und in der Kremser Landstraße eine Ersatzhaltestelle für die Lup-Linien 2, 4, 6, 8 und die Regionallinien eingerichtet. Die Lup-Linie 4 wird während der gesamten Bauzeit vom Bahnhof über die Kremser Landstraße zur Praterstraße umgeleitet. Die Haltestellen Krankenhaus Haupteingang und Daniel-Gran-Schule entfallen. Für die Dauer der Bauarbeiten zwischen Kerensstraße und Mühlweg werden im Juni auch die Lup-Linien 1 und 5 umgeleitet.