Wilhelmsburg

Erstellt am 12. Oktober 2017, 12:41

von Inge Moser

Überraschendes Ende für Perchtenlauf nach 17 Jahren. Wilhelmsburger Perchten können Organisation nicht mehr stemmen. Verein soll aber weiterhin bestehen bleiben.

An Auswärtsläufen wollen die Wilhelmsburger Perchten auch weiterhin teilnehmen. In der eigenen Stadt können sie heuer nicht auftreten.  |  NOEN, Inge Moser

Der Perchtenlauf findet heuer nicht statt. Die beliebte Traditionsveranstaltung der Wilhlemsburger Perchten, die 17 Jahre lang bis zu 4.000 Zuschauer in die Stadt lockte, scheint Geschichte zu sein.

Zu wenig Nachwuchs-Perchten

Über den Grund für das Aus weiß Robert Weber, ein Gründungsmitglied der Wilhelmsburger Perchten, Bescheid: „Wir haben keinen Nachwuchs und zu wenig Mitglieder, um so ein Riesenspektakel organisieren zu können.“

Bis zu 20 Gastgruppen nahmen an den Läufen teil, die Wilhelmsburger Perchten studierten auch jedes Jahr eine eigene Showeinlage ein. „Das ist nicht mehr möglich“, sagt Weber. Auch aufgrund fehlender Unterstützung der Stadtgemeinde, meint Weber.

Er machte den Vorschlag, dass die Stadtgemeinde heuer gemeinsam mit dem Perchtenverein die Organisation übernimmt, 2018 sollte dann die Stadtgemeinde für die komplette Veranstaltung verantwortlich sein. „Dafür hätte man beispielsweise die Standln vom Christkindlmarkt länger stehen lassen und verwenden können“, so Weber.

Besprechung fand nie statt

Laut Bürgermeister Rudolf Ameisbichler habe es aber nie eine Besprechung zwischen Entscheidungsträgern und Stadtgemeinde zum Perchtenlauf gegeben. Gemeinsam mit dem zuständigen Stadtrat Norbert Damböck betont Ameisbichler aber: „Wir können keine Vereinsaktivitäten übernehmen, das wäre finanziell und personell nicht möglich und würde unsere Ressourcen sprengen.“

Geht es nach dem Bürgermeister, müsse jeder Verein seine Veranstaltungen authentisch im Zusammenhang mit seinen Ideen abhalten.

Der Verein Wilhelmsburger Perchten, der 2007 gegründet wurden, bleibt weiterhin – wenn auch abgespeckt – bestehen: An Auswärtsläufen werden die Mitglieder auch weiterhin teilnehmen.