Tulln

Erstellt am 15. November 2017, 05:26

von Bernhard Steinböck

Eine Turnstunde für jeden Muskel. Von Freeletics bis Crosstraining – die Trendsportarten aus Übersee erfreuen sich bei den Tullnern immer größerer Beliebtheit.

Kettlebells, Langhanteln, Medizinbälle oder Rudermaschinen: Beim Crossfit sind neben klassischer Übungen mit dem eigenen Körpergewicht auch Geräte (un)gern gesehene Foltermethoden.  |  NOEN, Steinböck

Die Crossfit-Stunde beginnt. Vor dem gemeinsamen Aufwärmen versammeln sich alle angemeldeten Mitglieder vor einer weißen Tafel. Der Trainer erklärt die heutigen Abläufe. Im unteren Drittel ist das „WOD“, das Workout des Tages angeführt, mit dem Namen „Barbara“.

Was harmlos klingt, und über deren Namen die „EAV“ vor Jahren bereits geschwärmt hat, ist ein Kraftakt der Extraklasse. Fünf Runden mit jeweils 20 Klimmzügen, 30 Liegestütze, 40 Rumpfbeugen und 50 Kniebeugen verlangen den Sportlern alles ab. Wer fertig ist, feuert die restlichen Hobby-Athleten bis zum Schluss.

Gemeinsam zu mehr Fitness

Crossfit gilt als härteste Trainingsmethode der Welt und trainiert acht Fitnessdisziplinen gleichzeitig. Eine Stunde dauert eine Crossfit-Einheit in der Regel. Eingeteilt wird diese in vier Abschnitte – Warm-Up, Krafttraining, Hochintensitätstraining und Stretching.

Der Ansporn zwischen den Sportlern ist einer der Hauptgründe, warum sich der Sport derzeit auch in Tulln so großer Beliebtheit erfreut, weiß Crossfit-Trainer Dominik Bubenicek: „Es hat mich fasziniert, welche Leistungen man durch die gegenseitige Motivation in der Gruppe erzielen kann und wie stark der Zusammenhalt von Menschen, die sich eigentlich nicht wirklich kennen, schon nach den ersten paar Stunden war.“

„Durch die vielen Variationsmöglichkeiten in puncto Intensität und Wiederholungszahl ist das Workout für jede und jeden gut zu schaffen.“ Hannes Blauensteiner, Sportunion Tulln

Mitte Mai eröffnete er die erste „Crossfit-Box“ Tullns. Er und zwei weitere Trainer achten vor allem darauf, dass die teils diffizilen, aber für jedes Alter geeigneten Übungsschritte mit Gewichten und diversen Trainingsgeräten richtig und körperschonend ausgeführt werden. „Dazu kommt, dass in derselben Stunde Einsteiger mit erfahrenen Athleten trainieren - das macht es zu etwas Besonderem“, schwärmt der Fitnesstrainer.

Das Crosstraining der Sportunion Tulln findet im Frühjahr und Sommer auch ein paar Mal im Freien statt.  |  NOEN, privat

Wer die Trainingshalle als blutiger Anfänger betritt, dem wird zudem in einem einmonatigen Einstiegsprogramm besonders genau auf die Ausführungen geschaut. Auch bei der Tullner Sportunion setzt man schon länger auf die bewährte Trainingsmethode, die sich eigentlich nur vom Namen unterscheidet: „Crosstraining“ wird zwei Mal pro Woche in der SHS-Halle angeboten, wie beim Crossfit ist die Räumlichkeit stets mit motivierten Sportlern gefüllt. „Durch die vielen Variationsmöglichkeiten in puncto Intensität und Wiederholungszahl ist das Workout für jede und jeden gut zu schaffen“, gibt Hannes Blauensteiner von der Sportunion Einblick.

„No excuses“ – Bettina Müller (l. kniend) lässt bei Wind und Wetter im Aubad„keine Ausreden“ gelten.  |  NOEN, privat

Wer über das ganze Jahr hinweg die letzten zwei Jahren über das Aubad besucht hat, ist bestimmt auch schon auf eine nicht minder fitte Trainingsgruppe gestoßen. „‚Freeletics‘ ist ein intensives Ganzkörpertraining mit dem eigenen Körpergewicht und deshalb so beliebt geworden, da man überall trainieren kann. Man braucht, außer einer Trainingsmatte und manchmal einer Klimmzugstange, kein Equipment“, beschreibt Bettina Müller die in Tulln nicht minder beliebte Trainingsmethode, die auch als App für das Smartphone erhältlich ist.

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