Tulln

Erstellt am 07. Februar 2018, 05:39

von Martin Gruber-Dorninger

Tullner FPÖ-Funktionärin liefert Facebook-"Ausrutscher". Funktionärin der Tullner Stadtpartei erlaubt sich „Ausrutscher“ auf Facebook. Bezirksobmann Andreas Bors will sie dafür abmahnen. Eintrag wurde sofort entfernt.

Symbolbild  |  Rawpixel.com/Shutterstock.com

Allmählich sollten es auch die letzten begriffen haben, dass Einträge in sozialen Medien wie Facebook durchaus Folgen haben können. Sollte man meinen, doch in der Vorwoche fiel Miriam Rydl, ihres Zeichens Funktionärin der Tullner Stadt-FPÖ, mit einem Posting auf. Das soll nun auch innerhalb der Partei Konsequenzen haben.

screenshot facebook  |  NOEN, screenshot facebook

2014 beschimpfte Christian Höbart, der sich derzeit auch im Rennen um den Chef der FPÖ Niederösterreich befindet, Traiskirchner Demonstranten auf Facebook als Erd- und Höhlenmenschen. Nun legte Miriam Rydl nach. Sie sehe gerade deutsche Nachrichten. Diese dürften sie so aufgeregt haben, dass sie im letzten Satz Flüchtlingsmänner als „Untermenschen“ bezeichnet. Ein Begriff, den die Nazis verwendeten, um „Nichtarier“ von der „Herrenrasse“ zu unterscheiden.

Nazi-Begriff für Flüchtlingsmänner

„Ich habe soeben mit ihr gesprochen. Sie hat das in einer ersten Emotion geschrieben, wie sie mir versicherte. Sie ist selbst ein Familienmensch und war durch die Nachrichtensendung sehr mitgenommen“, versucht FP-Bezirksobmann Andreas Bors die Situation zu beschwichtigen.

Das Posting sei auch sofort gelöscht worden. „Obendrein wird sie bei der nächsten Parteisitzung der Stadt-FPÖ mit einer Ermahnung rechnen müssen“, so der Bezirkschef weiter, der gerade in diesen Angelegenheiten ein gebranntes Kind ist- schließlich verhinderte wohl eine Jugendsünde, bei der er mit erhobenem rechten Arm fotografiert wurde eine Nominierung zum Bundesrat und eine Kandidatur bei der NÖ Landtagswahl.

„Ich finde, dass man sich einen Ausrutscher erlauben darf, sofern man den Fehler einsieht. Wiederholen sollte sich dies aber nicht“, sagt Bors zu dem Zwischenfall.