Erstellt am 31. Januar 2018, 06:00

von NÖN Redaktion

Nach Liederbuch-Affäre: Waldhäusl als Landesrat?. Gottfried Waldhäusl steht nach Aufregung um Udo Landbauer als Landesrat zur Diskussion, FPÖ erzielte im Bezirk bestes Ergebnis von ganz Niederösterreich.

Bei der Wahlfeier in der FPÖ St. Pölten: Denise Skiwa, Gottfried Waldhäusl, Kerstin Stoiber, Thomas und Jenny Köhler, Inge Österreicher und Michael Franz.  |  privat

Groß ist die Freude von FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl über das Wahlergebnis im Bezirk Waidhofen: „Es ist mit Abstand das beste FPÖ-Ergebnis von ganz Niederösterreich“, freut er sich.

Waldhäusl sieht dafür viele Gründe: Seine kontinuierliche Arbeit für den Bezirk, auch dass er immer wieder Persönliches hintangestellt habe, da seien dann Kampagnen nicht so durchgekommen.

Dass es etwa in Dietmanns trotz Problemen ein recht gutes Ergebnis gegeben hat, passe genau dazu. „Einzelne Personen dürfen sich selbst nicht so wichtig nehmen. „Nicht was ich brauche, sondern was die Region braucht, muss im Vordergrund stehen“, meint Waldhäusl wörtlich.

"Man wollte,  dass sich in der Gemeinde etwas ändert“

Auch in Waidhofen habe es tolle Sprengelergebnisse gegeben, über 20 Prozent in der Gemeinde sind für Waldhäusl nicht schlecht. Dass es bei der Gemeinderatswahl ein höherer Anteil war zeige auf, dass die Wähler sehr wohl von Wahl zu Wahl unterscheiden. „2015 wollte man, dass sich in der Gemeinde etwas ändert“, meint er dazu. Aber auch das Ergebnis der Landtagswahl sei ein solides Fundament für weitere Arbeit.

Die Liederbuchaffäre von FPÖ-Spitzenkandidat Landbauer hatte für Waldhäusl sehr wohl Einfluss auf die Wahl. „Die Kampagne hat der ÖVP die absolute Mehrheit gerettet, hat möglicherweise zu einer Verschiebung von drei bis fünf Prozent von der FPÖ zur ÖVP geführt“, meint er. Sarkastischer Schlusssatz dazu: Und mit diesem Ergebnis haben jetzt die linken Medien erst keine Freude ......!“

Was bedeutet das für Waldhäusl persönlich? - Nach der Affäre rund um Udo Landbauer steht plötzlich Gottfried Waldhäusl auch als Landesrat zur Debatte. Entscheidung ist bisher keine gefallen, aber vermutlich noch diese Woche wird feststehen, wer für die FPÖ in die Landesregierung einzieht. Noch am Montag hat sich Gottfried Waldhäusl „mit Händen und Füßen dagegen gewehrt“, aber allem Anschein nach will die FPÖ auch auf Landesebene ein Arbeitsübereinkommen mit der ÖVP, und das hieße, dass Waldhäusl Landesrat werden könnte.

Umfrage beendet

  • Hat euch das Ergebnis der Landtagswahl überrascht?