Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 08. Februar 2018, 05:40

von Thomas Weikertschläger

Zum Valentingstag ein buntes Zeichen der Verbundenheit. Blumen stehen am 14. Februar als Geschenk bei liebenden Menschen weiter hoch im Kurs. Auch Arbeitgeber beschenken Mitarbeiter.

Bunte Frühlingsblumen stehen auch heuer am Valentinstag hoch im Kurs. Aus Qualitätsgründen setzt Peter Suchan beim Verkauf in seiner Blumenstube in GroßSiegharts auf selbst produzierte Ware aus seiner Gärtnerei in Sieghartsles.  |  Thomas Weikertschläger

Wie lässt es sich schöner „Ich liebe dich“ sagen, als mit einem bunten Blumengruß? Am 14. Februar haben Verliebte und Liebende die Chance, mit einem bunten Strauß oder einem kleinen Blumenstock ihrem Herzensmenschen ihre Zuneigung auch in dieser Form zu zeigen.

Für den Blumenhandel ist der Valentinstag nach dem Muttertag der zweitwichtigste Tag des Jahres, wie Iris Jirku, Geschäftsführerin der in Groß Siegharts ansässigen Gärtnerei Jirku, erzählt. Dass dieser Tag fix in den Köpfen der Menschen verankert ist, bestätigt auch Peter Suchan, Inhaber der Gärtnerei Suchan aus Sieghartsles. Der Valentinstag sei in einer Zeit, in der vielfach auf alte Traditionen vergessen werde, weiterhin aktuell. „Und das ist er nicht nur bei jungen, frisch verliebten Paaren, sondern auch bei Personen aller Generationen“, meint Jirku.

Iris Jirku (vorne) und Petra Bittermann setzen in den Jirku-Blumenfach- geschäften in Groß  Siegharts und Waidhofen auf bunte Vielfalt.  |  Thomas Weikertschläger

Was die Rolle der Geschlechter an diesem Tag angeht, zeigen sich die Bewohner unseres Bezirks ebenfalls sehr traditionell. In erster Linie würden an diesem Tag Männer Blumen für ihre Frauen oder Freundinnen besorgen, so Suchan. Der Trend, dass auch Männer am Valentinstag Blumen erhalten, setze sich erst langsam durch. Jirku: „Wir merken aber schon, dass es auch Frauen gibt, die ihren Männern gerne Blumen schenken.“ Auch komme es immer wieder vor, dass es bei „paarweise“ auftretender Kundschaft gerade die Männer seien, die sich als wahre Blumenfachmänner herausstellten.

Suchan erkennt aber auch einen weiteren aktuellen Trend: „Den Valentinstag nehmen auch immer öfter Arbeitgeber zum Anlass, ihren Mitarbeitern durch einen kleinen Blumengruß ihre Wertschätzung auszudrücken“, meint er. Auch für Nachbarn werden immer häufiger an diesem Tag Blumen besorgt, um die gute Nachbarschaft zu würdigen. Besonders hoch im Kurs stehen zum Valentinstag übrigens Zwiebelblumen und Frühlingsblumen wie Primeln, erzählt Suchan, der in seinem Betrieb zu 100 Prozent auf Ware aus eigener Produktion setzt. Denn: „Nur so weiß ich, was ich wirklich verkaufe“, meint Suchan.

Jirku: „Kunden sehnen sich nach Farbe“

Auch bei der Gärtnerei Jirku gehen am Valentinstag zumeist Primeln, Märzenbecher, Tulpen, Iris, aber auch Azaleen oder Orchideen über den Ladentisch. „Bei jungen Männern darf es dann aber auch mal der klassische Strauß roter Rosen sein“, meint Iris Jirku. Der Geschmack der Kunden ist aber –

dem Zeitgeist der Vielfältigkeit entsprechend – breit gestreut. „Daher sind wir bemüht, alle Wünsche unserer Kunden zu erfüllen.“ Gleich sei aber bei allen Kunden, dass sie sich nach der trüben Jahreszeit nach Farbe sehnen.

Zurückgeführt wird der Valentinstag heute übrigens auf den Bischof Valentin von Terni, der im dritten Jahrhundert gelebt haben und am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein soll (siehe Infobox). Der Brauch, sich am 14. Februar Blumen zu schenken, ist aber sogar noch älter. Im antiken Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, die als Schutzherrin von Ehe und Familie galt. Schon damals war es übrigens so, dass Männer den Frauen Blumen schenkten.