Erstellt am 01. Februar 2015, 12:57

von NÖN Redaktion und Freiwillige Feuerwehr

Kuh aus Güllegrube gerettet. Sonntag früh stürzte auf einem Bauernhof in Ulrichschlag eine Kuh in eine Güllegrube. Die Einsatzkräfte der FF Waidhofen/Thaya wurden mittels Pager zur Tierrettung alarmiert.

 |  NOEN, FF Waidhofen/Thaya
Eine rund 400 kg schwere Kuh stürzte im Stall durch einen Spaltboden in die darunter liegende Güllegrube. Als der Landwirt das Unglück bemerkte alarmierte er sofort die Feuerwehr.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren bereits mehrere Ortsbewohner am Einsatzort und unterstützten die Rettungsaktion. Als Erstmaßnahme wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet und der Kopf des Tieres mit einer Leine stabilisiert, damit dieser nicht in die Gülle eintauchen konnte.



Weiters wurde das Be- und Entlüftungsgerät in Stellung gebracht, um die Kuh laufend mit Frischluft zu versorgen. Nach Rücksprache mit den anwesenden Landwirten wurde die Gülle mit Hilfe von Güllefässern abgepumpt und so der Güllestand abgesenkt.

Nachdem der Güllestand weit genug abgesenkt war, konnte der Landwirt - gesichert durch die Einsatzkräfte - in die Güllegrube hineinsteigen und der Kuh ein Hebeband um den Bauch anlegen.

Kran konnte nicht eingesetzt werden

Da eine Zufahrt zur Einsatzstelle mit den schweren Feuerwehrfahrzeugen nicht möglich war und dadurch auch kein Ladekran zum Einsatz gebracht werden konnte, wurde ein Hoftrac zur Rettung in Position gebracht.

Das Hebeband wurde am Hoftrac befestigt und das Tier langsam aus seiner Zwangslage befreit. Nachdem die Kuh wieder auf festen Boden stand wurde sie gereinigt und in einen anderen Stall gebracht, um sich von den Strapazen zu erholen. Das Tier dürfte das Unglück ohne sichtbare Verletzungen überstanden haben. Um 10:26 Uhr konnten die Feuerwehrkräfte den Einsatz beenden und ins Feuerwehrhaus einrücken.