Wiener Neustadt

Erstellt am 13. Oktober 2017, 05:39

von Mathias Schranz und Philipp Hacker-Walton

NÖN testete Zustell-Probleme der Post. Am selben Tag abgeschickte Briefe an Adressen in der Stadt brauchten unterschiedlich lange. Post verweist auf Krankenstände.

Derzeit landen nicht alle Briefe in kürzester Zeit bei ihren Adressenten. Das bewies ein Test der NÖN.  |  Hacker-Walton

Wie in der Vorwoche berichtet, machte die NÖN nach den Zustell-Problemen der Post den Test: Am 27. (Mittwoch) und 28. (Donnerstag) September wurden jeweils zwei Briefe in Wiener Neustadt aufgegeben. Die zwei Zustelladressen waren eine in der Inneren Stadt und eine im Musikantenviertel.

Das erstaunliche Ergebnis: Ein Brief, der ins Musikantenviertel sollte, kam bereits am 29. September (Freitag), also zwei Tage später, an. Die restlichen drei Briefe ließen sich Zeit: Der zweite Brief ins Musikantenviertel erst am 5. Oktober (Donnerstag). Die Briefe in die Innere Stadt kamen erst am 5. und 6. Oktober (Donnerstag und Freitag) an.

Sendungs-Rückstände wegen Krankenständen

Die NÖN konfrontierte die Post mit dem Ergebnis – und bekam auch eine Antwort. Post-Sprecher David Weichselbaum: „Aufgrund der Krankenstände ist es vor allem im innerstädtischen Bereich von Wiener Neustadt zu Verzögerungen gekommen, vereinzelt waren auch umliegende Regionen betroffen. Der Personalunterstand hat auch dazu geführt, dass sich Rückstände von Sendungen gebildet haben.

Dass ein Brief – wie in ihrem Test – an eine Adresse früher und an eine andere später zugestellt wurde, hängt vor allem auch mit der Menge an Sendungen zusammen, die unsere Zusteller für ihre Rayone (sprich für die Gebiete, in denen sie zustellen) in den Tagen des Personalunterstandes erhalten haben. Die Rückstände an Sendungen wurden in den letzten Tagen intensiv aufgearbeitet und wir setzen alles daran, dass die Zustellung in den betroffenen Gebieten nun wieder reibungslos funktioniert.“