Erstellt am 12. Januar 2018, 03:48

von Doris Schleifer-Höderl

Mehr Müll im Bezirk. Im Jahr 2016 fielen 587 Kilogramm Abfall pro Bürger an, im Jahr davor waren es 548 Kilogramm. Jedoch konnte der Verwertungsanteil von 67 auf 68,6 Prozent erhöht werden.

Gda-Obmann Anton Kasser bittet darum, noch mehr Acht auf die richtige Müllentsorgung zu geben. „Hier geht es um viel Geld. Denn eine falsche Entsorgung mindert die Qualität des gesammelten Materials, macht die Wiederverwertung schwieriger und kostet unterm Strich mehr Geld.“Schleifer-Höderl  |  Doris Schleifer-Höderl

„Erholt sich die Wirtschaft, dann wächst der Müll“, sagt der Obmann des Gemeindedienstleistungsverbands Amstetten (gda), Anton Kasser. So wurden 2016 im Bezirk pro Kopf um 2,7 Prozent mehr Hausmüll als 2015 sowie um 0,8 Prozent mehr Altpapier und Kartonagen entsorgt. „Auffällig war zudem, dass es auch einen enormen Anstieg beim Grünschnitt – nämlich um 52,7 Prozent –, beim Bauschutt (zehn Prozent) und beim Altholz (7,3 Prozent) zu verzeichnen gab. Dafür hatten wir um 1,5 Prozent weniger Elektrogeräte und um 1,8 Prozent weniger Metallverpackungen im Müll.“ Zufrieden zeigt sich Kasser auch über den Anstieg des Verwertungsanteils von 67 auf 68,6 Prozent.

Entsorgung im Bezirk wird umgestellt

Nur mit der richtigen Mülltrennung bei den insgesamt 1.100 Altstoff

sammelinseln im Bezirk scheinen die Bürger nach wie vor Probleme zu haben. „Ab Ostern stellen wir dort die Entsorgung um. Die Überdachungen und die Kunststoffsammelbehälter kommen weg. Dann gibt es nur mehr die Behälter für Weiß- und Buntglas sowie Metallverpackungen. Dafür erhalten alle Haushalte Gelbe Säcke für die Kunststoffverpackungen. Damit wird vieles einfacher“, meint Anton Kasser. „Die gelben Säcke werden direkt von der Liegenschaft abgeholt. Kunststoffabfälle müssen nicht mehr zur Altstoffsammelinsel gebracht werden und wir vom gda können die Qualität des Recyclings erheblich verbessern.“ Die Abholmenge sei dabei unbegrenzt.

Die Umstellung der Mehrkammern-Tonnen im November auf getrennte Rest- und Biomüll-Tonnen zeige auch schon erste Früchte. „Wir haben überwiegend positive Rückmeldungen erhalten und bereits jetzt bemerken wir weniger Restmüll im Biomüll – und umgekehrt.“