Erstellt am 10. Januar 2018, 05:14

von Leo Lugmayr

Wald wird Jahresthema. 2018 stellt Waidhofen die Themen Wald, Holz und Forstschule in den Mittelpunkt. Bevor die Forstfachschule absiedelt, werden noch 70 Jahre Forstausbildung groß gefeiert.

Bevor die Forstfachschule Waidhofen nach Traunkirchen übersiedelt, wird noch groß gefeiert.  |  NÖN

Im Jahr 2018 rückt die Stadt ihren Waldreichtum in den Fokus. „Der Wald ist für die Stadt seit jeher von großer Bedeutung. Er hat eine Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion“, sagt Bürgermeister Werner Krammer.

Der Wald gab Waidhofen stets Rohstoffe und Nahrung, bot Platz für Nutztiere und die Jagd. Heute wie damals ist der Wald Energielieferant – städtische Betriebe werden mittels Biomasseheizwerk versorgt. „In der Gegenwart wandelt sich der Wald vom Wirtschaftsstandort erneut zum Anziehungspunkt. Der Wald lockt Touristen an und wird in der Freizeit genutzt. Wald ist gleichbedeutend mit Erholung, Entschleunigung und Gesundheit“, sagt Krammer.

Das Thema Stadtwald steht das ganze Jahr im Mittelpunkt. Dazu wurde ein Rahmenprogramm entwickelt. Ein neues Naturparkkonzept und der Aspekt der Waldgärten sollen verstärkt thematisiert werden. Anlässlich des Jubiläums 70 Jahre forstliche Ausbildung in Waidhofen wird es auch einen Festakt und eine halbjährige Sonderausstellung im Schloss Rothschild geben, die danach als Wanderausstellung an anderen Orten gezeigt wird. Dafür ist man auf der Suche nach historischen Erzählungen, Fotos, Exponaten und Anekdoten in Verbindung mit der Forstfachschule bzw. dem Buchenberg. „Wir zählen auf die Mithilfe der Bevölkerung, um einen möglichst umfangreichen Querschnitt abbilden zu können“, sagt der Stadtchef.

Ein Wermutstropfen bleibt: Gleich nach der 70-Jahr-Feier der Forstfachschule schließt diese in Waidhofen für immer die Pforten und übersiedelt ins oberösterreichische Traunkirchen, wo der Bund 35 Millionen Euro in einen neuen Standort investiert.