Zwettl

Erstellt am 10. Januar 2018, 05:00

von Markus Füxl

Spendenrekord bei Zwettler Sternsingern. 88 Sternsinger der Pfarre Zwettl sammelten in knapp einer Woche 18.321 Euro für arme und notleidende Menschen.

Marvin und Sophie Pauer, Benjamin Leitgeb, Michael, Katharina und Alexander Neugschwandtner, Tabea Wittmann, Hannes und Klara Hofmann, Christoph Schierhuber, Miriam und Alexandra Wagner, Julia Brocks, Roland Gundacker sowie Pfarrer Thomas Kuziora und Karina Beneder freuen sich über einen Spendenrekord.  |  M. Füxl

Für zwei Rekorde sorgten die Sternsinger der Pfarre Zwettl. Mit 84 Kindern und vier Erwachsenen waren heuer so viele Sternsinger wie noch nie unterwegs. Gemeinsam sammelten sie die Rekordsumme von 18.321 Euro.

Erfolg in Messe gefeiert

Gefeiert wurde der Erfolg in einer Messe in der Zwettler Stadtpfarrkirche. Unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ freute sich Pfarrmoderator Thomas Kuziora über das große Interesse der Kinder: „Sie sammeln nicht für MacDonalds, für eine Pizza oder für ein Handy, sondern helfen mit ihrem Einsatz armen Menschen.“

Als Verantwortliche der Sternsingeraktion in der Pfarre Zwettl freut sich auch Schwester Karina Beneder über die vielen Sternsinger: „Es ist schön, dass so viele Kinder und Jugendliche diese Aufgabe übernehmen und einen Teil der Ferien dafür opfern. Dadurch bekommen sie mehr Weitblick für ihr Leben.“

Die Aktion bedeutet auch für Schwester Karina Beneder einige Stunden Arbeit. So muss sie zuerst ein Netz über die Pfarre legen und koordinieren, wann die Gruppen und die Begleiter Zeit haben. Die Arbeit zahlt sich aber aus: „Wir können in unserem Pfarrgebiet alle Familien, Geschäfte und Institute besuchen“, so Beneder stolz.

Fast eine Woche lang unterwegs

Damit sich das ausgeht, sind die Sternsinger fast eine Woche lang unterwegs. Eine Tour dauert bis zu vier Stunden und das ohne Pause.

Dass es dabei zu lustigen Zwischenfällen kommt, ist nicht außergewöhnlich. „Den Kindern fällt manchmal eine Strophe nicht ein, dann müssen sie lachen“, so Sr. Karina. Ein kleiner Spickzettel auf der Rückseite des Sternes helfe den Begleitern, textsicher zu bleiben.

Üblicherweise begrüßen die Hausbewohner die Gruppen sehr herzlich. „Es kam schon vor, dass das Geld vom 2. Stock in die Kasse geworfen wurde“, so Schwester Karina.

"Welt durch Gehen und Singen menschlicher machen“

Manchmal werden die Sternsinger aber auch schroff abgewiesen. „Es ist nicht schön, wenn Kinder persönlich beleidigt werden. Da liegt es an den Begleitern, die Kinder wieder zu motivieren und vorzuzeigen, dass sie nicht für sich selber unterwegs sind, sondern versuchen, die Welt durch ihr Gehen und Singen menschlicher zu machen.“

Durchschnittlich spenden die Menschen zwischen zehn und 20 Euro. Die höchste Spende, die die Zwettler Sternsinger bekommen haben, waren 100 Euro. „Heuer hat sich ein Kind gewundert, dass Menschen, die nicht so viel besitzen, mehr spenden als andere“, so Beneder.

Die aufwändigen Gewänder kamen heuer teilweise aus Afrika: „Wir haben einige Kleider mit Stoffen aus Ghana, die ich persönlich mitgebracht habe“, sagt Beneder.