Echsenbach

Erstellt am 15. November 2017, 05:00

von René Denk

Landeshauptfrau besuchte Hartl Haus. Der älteste Fertigteilhausbauer Österreichs bietet über 290 Arbeitsplätze. Mikl-Leitner setzt Schwerpunkte auf Ausbildung und Dezentralsisierung.

Werksbesuch der Landeshauptfrau bei Hartl Haus in Haimschlag. Im Bild: Roland Suter, Franz Mold, Michael Kohl, Dominik Hirtl, Johanna Mikl-Leitner, Simon Burger, Janek Mickl, Erwin Böltner, Peter Suter und Brigitte Wögenstein.  |  Rene Denk

Im Zuge der ÖVP-Regionswochen besuchten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bezirksparteiobmann Franz Mold die Firma Hartl Haus in Haimschlag.

Der älteste Fertighaushersteller Österreichs beschäftigt derzeit über 290 Mitarbeiter. Die Geschäftsführer Roland und Peter Suter führten die Landeshauptfrau durch das Ausstattungs- und Interieurcenter, wo Mikl-Leitner Einblick in die vielfältigen Ausstattungsmöglichkeiten bekam. „Es ist uns wichtig, dass die Hausbauer nicht irgendwo kaufen, sondern dass gleich die beste Einbaulösung vor Ort getroffen werden kann“, betonte Roland Suter bei der Führung. Weiters ging es durch die Werkshallen, wo Mikl-Leitner sah, wie Fenster, Türen, Treppen und Möbel produziert werden.

Die Landeshauptfrau dankte den beiden Chefs und betonte, dass das Werk zu einem der Leitbetriebe im Waldviertel zähle. Hartl Haus habe eine moderne Produktion, biete hohe Qualität und sei gut aufgestellt. Sie betonte, dass ein Phänomen des Arbeitsmarktes auch im Waldviertel auftrete: Zum einen sind Menschen arbeitslos, zum anderen suchen Unternehmen immer mehr qualifizierte Arbeitskräfte, finden sie jedoch immer schwieriger.

Studien für hochrangige Straße werden erstellt

Die bis zum Schuljahr 2018/2019 endgültig vollzogene Umwandlung der Waldviertler Handelsakademien in „echte Wirtschaftsakademien“ wäre ein dringend notwendiger Schritt gewesen, um die künftigen „Absolventen nicht in die Arbeitslosigkeit zu schicken“, da der Markt für die Waldviertler hier gesättigt ist. Das heiße nicht, dass sich sonst nichts am Ausbildungssektor verändern solle, es gäbe im Waldviertel derzeit aber eine gute Auslastung und ein gutes Angebot. „Die Mitarbeiter stehen im Zentrum, es gibt einen wertschätzenden Umgang mit ihnen. Die Ausbildung genießt hier einen sehr hohen Stellenwert“, lobte Mikl-Leitner Hartl Haus.

Weiters betonte sie die Dezentralisierungsoffensive des Landes: In den nächsten fünf Jahren sollen 500 Arbeitsplätze von St. Pölten in die Regionen verlagert werden. „Es gibt viele Tätigkeiten, die heute die Mitarbeiter nicht mehr an einen Schreibtisch bindet“, erklärte sie. Für die künftigen dezentralen Abteilungen könnten beispielsweise, sofern Platz ist, in den Bezirkshauptmannschaften oder in anderen Landesgebäuden in den Regionen unterkommen. Bei Ausschreibungen werde künftig darauf geachtet, dass die Mitarbeiter in der entsprechenden Region leben und es werde bei den Landesbediensteten erhoben werden, ob ein anderer Dienstort für sie von Vorteil sei.

Zum Thema Waldviertel-Autobahn oder -Schnellstraße betonte Mold, dass derzeit Studien beauftragt werden, die zeigen sollen, ob eine hochrangige Verkehrsanbindung sinnvoll sei und wenn ja, wo diese verlaufen solle.