Schwarzenau

Erstellt am 13. Januar 2018, 05:00

von René Denk

Schwarzenau plant Zukunft. Professionelles Konzept soll die Gemeindeentwicklung positiv beeinflussen.

Die Zukunft der Markgemeinde im Fokus: Bürgermeister Karl Elsigan zeigt die vorläufige Planung der neuen Umfahrung von Stögersbach.  |  R. Denk

Bis Mitte 2019 sollen die maßgeblichen Grobplanungen des Entwicklungskonzeptes der Marktgemeinde abgeschlossen sein.

Bürgermeister Karl Elsigan betont, dass er die Planungen in spätestens zwei, drei Jahren abschließen will. „Das Konzept ist zweitstufig. Dringend benötigte Umwidmungen werden dieses Jahr erledigt, langfristigere Dinge dann später“, meint Elsigan im NÖN-Gespräch.

Raumordnungsplanerin arbeitete Konzept aus

Mit dem Konzept der Raumordnung sollen Fragen über die künftige Entwicklung der Gemeinde geklärt werden. So werden Siedlungs- und Betriebsareale, Parkplätze oder dergleichen behandelt. Das Amt der Landesregierung soll in Zukunft mit dem Plan auch viel schneller beschlossene Umwidmungen des Gemeinderates nach dem Entwicklungskonzept genehmigen können.

Ausarbeiten wird das Konzept Raumordnungsplanerin Andrea Linsbauer-Groiß, die schon seit 2002 für die Gemeinde in dieser Funktion tätig ist. Bürgermeister Elsigan möchte auch zu Bürgergesprächen einladen, die Wünsche und Anregungen zur künftigen Gemeindeentwicklung zum Thema haben sollen. Sie sollen heuer starten.

Konkret gibt es schon einige Grobpunkte, die im Konzept genau erarbeitet werden sollen: So will man in Schwarzenau beidseitig der Zwettler Straße (Zwettler Berg) das Siedlungsgebiet erweitern, Gebiete für Betriebe sollen an beiden Ortsenden von Schwarzenau an der Bundesstraße 2 (also Richtung Göpfritz/Wild bzw. Vitis) ermöglicht werden.

Auch die Siedlungsentwicklung in den Katastralgemeinen wird untersucht und sinnvolle Erweiterungen geplant. „In einigen Katastralgemeinden, wie Hausbach, ist es aufgrund der topografischen Verhältnisse relativ logisch, wo eine Siedlungsentwicklung weitergehen kann und wo nicht“, sagt Elsigan.

"Konkret planen, aber für Entwicklungen offen"

Auch die Umfahrung von Stögersbach muss in dem Entwicklungskonzept berücksichtigt werden. Dort ist die Kommassierung am Laufen. 2019 werden dann die Grundstücke für die Umfahrungsstraße, die nördlich an Stögersbach vorbeiführen soll, getauscht bzw. übergeben. Von Schwarzenau aus gesehen soll bald nach der Ortstafel auf der Kreuzung Großhaselbach-Matzlesschlag die Straße eine neue Führung bekommen und sich wieder vor der Eisenbahnunterführung zwischen Stögersbach und Scheideldorf in die alte Straße eingliedern.

Einen schwierigen Punkt des Entwicklungskonzeptes hebt Bürgermeister Elsigan abschließend hervor: „Auf der einen Seite müssen wir sehr konkret planen, auf der anderen aber so flexibel sein, dass wir für große Entwicklungen offen sind.“ Dabei nimmt er natürlich besonders Bezug auf Schloss Schwarzenau, denn wenn sich dort etwas tut, muss die Gemeinde auch fit für diese Touristen sein.