Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

Kuriose Töne in der schönen Orangerie. Little Big Horns / Fünf hochklassige Musiker sorgten im sommerlichen Ambiente für spezielle, noch nie gehörte Klangerlebnisse.

Der Verein „Syrnau - Kultur:Impuls:Zwettl“ lud am Samstag zum besonderen Hörerlebnis mit den „Little Big Horns“ in der Orangerie Stift Zwettl ein: Cheftechniker Josef Blauensteiner, Bandleader Raoul Herget (Sousaphon), Richard Filz (Drums), Martin Fuss (Saxophon, Bassklarinette), Lorenz Raab (Trompete, Flügelhorn), Gastmusiker Richard Graf (Gitarre) und Obmann Sepp Koppensteiner (von links).Salzer  |  NOEN
Von Michael Salzer

STIFT ZWETTL / „NoMore HumOhr“, so lautete die Devise am wettertechnisch perfekten Samstagabend im Sommerdomizil des Kulturklubs Syrnau in der Orangerie vom Stift Zwettl.

Wenn drei Bläser mit einem Schlagzeug kombiniert werden, dann auch noch eine Stromgitarre hinzu stößt, hört sich der Spaß ja wirklich auf: Die „Little Big Horns“ – ein weiteres Projekt von Mammut Horns-Gründer Raoul Herget – versuchten, traditionellen Jazz mit New Orleans Brass zu verbinden, diese schwierige, anspruchsvolle Thematik immer wieder mit ziemlich ungewöhnlichen Tönen aufzulockern.

Mit Ausnahme ihres Bandleaders haben die „Little Big Horns“ zwar mit den spektakuläreren „Mammut Horns“ kaum Gemeinsamkeiten. Dennoch überzeugten die vier hochklassigen Musiker schon im ersten Set mit speziellen, großartigen Arrangements und Kompositionen. Nach der Pause packte auch noch Richard Graf, der als „Artist in Residence“ das „Musik Aktuell“-Programm für 2013 ausgewählt hat, seine Gitarrenkunst dazu. Im zweiten Durchgang standen seine Interpretationen von Werken des großen Frank Zappa im Mittelpunkt.

Syrnau-Obmann Sepp Koppensteiner war besonders von einem Musiker begeistert: Lorenz Raab. „Ein herausragender Musiker auf der Trompete und am Flügelhorn. Bei ihm freue ich mich jedes Mal, wenn er zum Instrument greift, weil man immer mit begnadeten Linien und einen wundervollen Sound belohnt wird.“ Raoul Herget bedankte sich nach den ausführlichen Zugaben bei den Zuhörern sowie beim veranstaltenden Klub: „Danke für euren Mut, unsere doch sehr spezielle Musik zu unterstützen. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Vielfalt und heutzutage nicht mehr selbstverständlich.“