Unmut über Fahrplan in Euratsfeld. In der Gemeinde Euratsfeld regt sich Ärger über Bus-Verspätungen.

Von Peter Führer. Erstellt am 15. Oktober 2019 (04:14)
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Immer wieder kommt der Bus der Linie 660 in Euratsfeld zu spät. Hierum 6.34 Uhr, dabei wäre die Planankunft um 6.30 Uhr.

Anhaltende Busverspätungen sorgen für Frust in Euratsfeld. Wie Andreas Ennser der NÖN berichtet, kommt es immer wieder zu Problemen mit dem neuen Busplan. Und zwar bei der Linie 660. „Meine Tochter fährt bereits seit drei Jahren, bisher hat es immer gepasst. Seit dem neuen Fahrplan schafft es der Bus fast nie, dass er pünktlich um 6.30 Uhr nach Euratsfeld (Bäckerberg) kommt und dann um 6.47 Uhr – wie eigentlich vorgesehen – am Bahnhof in Amstetten ist. Regelmäßig kommt er um 5 bis 7 Minuten zu spät. Außerdem hat man anscheinend die Staus bei den Kreisverkehren Allersdorf und Ortsrand Amstetten nicht einberechnet. Da wäre ein Puffer von fünf Minuten notwendig“, ärgert sich Ennser.

Die Folge sei, dass seine Tochter und andere Betroffene den Anschlusszug in die Schule nach Linz (geplante Abfahrt 6.56 Uhr) verpassen. Teilweise wäre die Tochter dann mit der WEST-Bahn um 7.01 Uhr gefahren. Damit verbunden sind aber zusätzliche Kosten von 10,60 Euro. Die fordert Ennser vom Verkehrsverbund VOR zurück. „Abgesehen davon ist das Kind jeden Morgen neben einem möglichen Prüfungsstress auch noch dem Stress ausgesetzt, dass die Schulfahrt nicht reibungslos funktioniert. Außerdem ist es auch schon passiert, dass sich nicht einmal der zweite Zug ausgegangen ist“, so Ennser weiter.

Er richtete per Mail ab 20. September bereits mehrere Beschwerdeschreiben an den Verkehrsverbund VOR. Brauchbare Rückmeldungen habe er jedoch nicht erhalten. „Ich schlage vor, die alte Fahrzeit mit der Ankunft um 6.23 oder 6.24 Uhr wieder einzuführen.“

„Problem entsteht in Steinakirchen“

Seitens VOR berichtet Pressesprecherin Christina Bachmaier, dass es bereits Gespräche mit den Planern gegeben habe. „Das Problem sind weniger die Staus in Amstetten, das sind maximal zwei Minuten. Es entsteht bereits in Steinakirchen. Dort müsse eine Haltestelle über eine Schleife angefahren werden und zwar so lange, bis es eine Befahrung der ursprünglich geplanten Route gibt. Der Ball liegt da aber bei der Postbus GmbH. Diese müssen die Befahrung organisieren und durchführen.“ Dadurch würde man eine Minute gewinnen. Außerdem sei vorgesehen, dass die Abfahrt in Gresten künftig früher erfolgen könnte, um einen Puffer zu gewinnen.

„Aber auch da fehlt uns noch die Rückmeldung von Postbus. Wir sind aber dran, dass wir Lösungen finden und entschuldigen uns bei den Eltern und Schülern für die Unannehmlichkeiten. Wenn man eine kleine Änderung vornimmt, sind ja viele weitere Aspekte zu berücksichtigen“, ergänzt Bachmaier. Zum Vorwurf, auf die Mails nicht ausreichend reagiert zu haben, erklärt sie: „Es hat sehr wohl gleich bei der ersten Nachricht von Herrn Ennser eine Antwort gegeben. Mit der Information, dass die Planer über die Situation in Kenntnis gesetzt wurden. So rasch lassen sich aber keine Lösungen finden.“