FP fordert Wachzimmer am Bahnhof. Freiheitliche orten Sicherheitsrisiko und sehen Amstetten als Drogenumschlagplatz. Sie fordern Maßnahmen dagegen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. November 2019 (05:00)
Wollen Amstetten sicherer machen: FP-Bezirksparteiobmannstellvertreter Alexander Schnabel, Rudolf Huber, Christian Schrammel, Harald Wiesauer und Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber.
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Die FPÖ sorgt sich um die Sicherheit in der Stadt, insbesondere im Bereich rund um den Bahnhof. Dort würden immer wieder Leute angepöbelt und es komme auch zu Gruppenbildungen von Türken und Kurden.

„Ich fahre selbst oft mit dem Zug durch Amstetten. Wenn man da ab 21 Uhr so beim Fenster hinausschaut, sieht man oft wenig vertrauenserweckende Personen. Ich kann es nachvollziehen, wenn eine Frau, die ihr Auto im Parkhaus abgestellt hat, sich am Weg dorthin nicht sicher fühlt“, sagt Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber. Der FPÖ-Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl, Christian Schrammel, sieht das genauso. „Wir fordern daher die Einrichtung eines Wachzimmers beim Bahnhof. Durch die Präsenz von Polizisten vor Ort, würde sich die Lage sicher entspannen“.

Die FPÖ hat auch einen Kandidaten in ihren Reihen, der sich besonders dem Sicherheitsthema widmen wird. Rudolf Huber, Exekutivbeamter im Ruhestand, rangiert auf Platz drei der Liste. Er tat lange in Amstetten Dienst und war die letzten 15 Jahre beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl tätig. „Mir ist es wichtig, dass die Stadt die Polizei in ihrer Arbeit bestmöglich unterstützt“, sagt er und lädt da auch die anderen Parteien zur Zusammenarbeit ein. „Denn es geht da ja um das Wohl der Bürger. Derzeit wird diesen in Amstetten leider oft zu wenig Gehör geschenkt.“

Ob am Bahnhof nun ein Wachzimmer der Bundespolizei oder der Stadtpolizei entstehen soll, darauf wollte sich die FPÖ nicht festlegen. „Wir werden das Thema nach der Wahl auf jeden Fall im Gemeinderat einbringen“, kündigt Schrammel an.

Laut FPÖ ist Amstetten der „größte Drogenumschlagplatz im Mostviertel“ – und auch dem könne durch ein Wachzimmer am Bahnhof bestimmt ein wenig der Riegel vorgeschoben werden.

Um Sicherheit in anderer Hinsicht geht es FPÖ-Kandidat Harald Wiesauer. Immerhin gibt es derzeit rund 1.000 gemeldete Hunde in der Stadt und es kommt immer wieder zu Vorfällen, bei denen Menschen von Tieren verletzt werden. Wiesauer ist davon überzeugt, dass sich das durch eine bessere Schulung von Hund und Besitzer vermeiden ließe. Er macht einen Vorschlag, „der eine Win-win-Situation bedeutet.

Die Stadt sollte gegen Nachweis einer abgelegten Begleithundeprüfung die Hundesteuer um 25 Prozent reduzieren. So sorgt man für mehr Sicherheit und die Hundehalter haben auch noch einen finanziellen Vorteil davon“, schlägt er vor. Die Hundesteuer betrage, so Wiesauer, derzeit pro Hund 43 Euro, für Listenhunde (mit höherem Gefährdungspotenzial, also Dobermann, Pitbull etc.) zahle man 170 Euro. Wer auch noch die zweite Begleithundeprüfung mache, solle eine 45-prozentige Steuerermäßigung bekommen, wer sogar noch die dritte absolviere, eine 60-prozentige. Auch diese Idee will die FPÖ nach der Wahl im Gemeinderat zum Thema machen.