Fritz Rafetseder erhielt Kulturpreis. Die Stadt Amstetten verlieh den Kulturpreis 2019 für die Förderung der regionalen Kulturszene an Fritz Rafetseder.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 12. November 2019 (04:21)
Bei der feierlichen Überreichung des Kulturpreises (von links): Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Fritz Rafetseder und Kulturstadträtin Elisabeth Asanger.
Leopold Kogler

Am Ende der Kulturpreisverleihung setzte sich Fritz Rafetseder ans Piano und präsentierte den Song „Jokerman“. In den 1970er-Jahren war der Preisträger Sänger und Pianist der legendären Rockband Ceterum Censeo. Mit diesem besonderen Song dankte er – wie auch mit einer tiefsinnigen Rede – für die Verleihung des Kulturpreises.

Es war eine sehr stimmungsvolle Überreichung einer besonderen Auszeichnung, der höchsten, die die Stadt auf dem Kultursektor zu vergeben hat. Die Laudatio von Bürgermeisterin Ursula Puchebner und die Worte von Landesrätin Ulrike Königsberger Ludwig stellten die Persönlichkeit Fritz Rafetseders würdig ins Licht im von Kulturstadträtin Elisabeth Asanger moderierten Abend.

Pionierarbeit für den Kulturhof Amstetten

Die verdiente Würdigung widmete Rafetseder sogleich auch den Verantwortlichen des Vereins Kulturhof Amstetten. Seit über 27 Jahren ist die privat gegründete Initiative Kulturhof Amstetten geprägt durch die Pionierarbeit von Rafetseder. Sein Zugang und sein Anliegen sind der Brückenschlag zwischen Sozial- und Naturwissenschaften, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften sowie Kunst, Kultur und Politik. Die Programmierung ist nicht nur wissenschaftlich herausragend, sondern auch gesellschaftlich und politisch relevant.

Rafetseder beweist durch sein Beispiel, dass die Wirksamkeit diverser Praxisfelder kein Widerspruch ist, sondern diese einander verstärken können. Das treffende Statement von Konrad Paul Liessmann, das der Preisträger bei seiner Dankesrede zitierte, spiegelt das Besondere am Kulturhof. „Der Kulturhof Amstetten ist einer der Orte, die wir für unverzichtbar halten, weil sie das Unmögliche möglich machen. Gespräche und Kontroversen über Fragen der Politik und der Kultur sind dort in einer Intensität möglich, von der manch ein Veranstalter in einer Großstadt nur träumen kann.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Respekt vor dem einzigartigen Engagement des würdigen Preisträgers.