Grüne präsentierten Team für Gemeinderatswahl. Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder ist Spitzenkandidat der Amstettner Grünen für die Gemeinderatswahl. Der Klimaschutz ist natürlich das zentrale Thema.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 19. November 2019 (04:15)
Die Grünen wollen auch nach dem Jänner 2020 wieder mitregieren (von links): Sarah Huber, Dominic Hörlezeder, Andreas Haider, Anja Stix und Thomas Wögerbauer.
Hermann Knapp

1.001 Stimme bei der Gemeinderatswahl, das wäre für die Grünen ein märchenhaftes Ergebnis und würde einen Zugewinn von knapp 200 Stimmen bedeuten. „Wir gehen davon aus, dass wir damit vier Mandate im Gemeinderat bekämen“, sagt Spitzenkandidat Dominic Hörlezeder (35). Das erklärte Ziel des Landesbediensteten ist es, die Arbeit als Umweltstadtrat fortsetzen zu können. „Wir haben wichtige Projekte auf Schiene gebracht. Grüne Politik hat in den letzten Jahren eine klare Handschrift in der Stadt hinterlassen“. Höhepunkt sei natürlich der Kauf der Forstheide, eine jahrzehntelange Forderung der Amstettner Grünen. „Ich bin stolz darauf, dass wir das gemeinsam mit der SPÖ umgesetzt haben. Mit der ÖVP wäre es ja nicht möglich gewesen, vier Millionen Euro in den Klimaschutz zu investieren“, betont Hörlezeder. In Sachen Zusammenarbeit nach der Wahl erteilt er der FPÖ und auch der „Alternative für Amstetten“, sollte diese kandidieren, von vornherein eine Absage.

Nummer zwei auf der grünen Liste ist Gemeinderätin Sarah Huber, Assistentin des Landesgeschäftsführers der Grünen. „Ich werde mich auch weiterhin um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bemühen. Gerade beim Citybus haben wir Handlungsbedarf“ (siehe Bericht auf Seite 12). Um den Bau eines dritten Parkhauses wird die Stadt aus ihrer Sicht nicht herumkommen, denn auch wenn künftig mehr E-Autos unterwegs sein werden, so müssten diese auch irgendwo abgestellt werden. Dass Bahnpendler in einem Parkhaus eine Gebühr zahlen, schließen die Grünen aus, für andere Nutzer sei das aber sehr wohl denkbar.

Grüne Politik am Stammtisch erklären

Am dritten Listenplatz steht mit Anja Stix (30) eine Volksschulpädagogin. „Ich habe selbst zwei Söhne und mir ist es wichtig, ihnen und ihren Kindern eine intakte Umwelt zu erhalten“, sagt sie. Stix hält es für wichtig, auch die Kinder im Unterricht schon „klimafit“ zu machen. Ein besonderes Anliegen ist ihr auch der Tierschutz. Sie fordert ein Tierheim in der Region.

Andreas Haider (48), Personalvertreter im Landesklinikum Amstetten, wird sich im grünen Team vor allem um die sozialen Belange kümmern. „Ich bin ein Vereinsmensch, ich diskutiere gerne und werde sozusagen am Stammtisch den Leuten grüne Politik erklären“, kündigt er an.

IT-Manager Thomas Wögerbauer (47), selbst ein überzeugter Radfahrer, will sich für den Ausbau des Radnetzes in der Stadt einsetzen. „Verkehrskonzepte haben bisher immer hauptsächlich den motorisierten Individualverkehr im Sinn. Das zeigen die vielen Kreisverkehre, die für Radfahrer sehr gefährlich sind.“ Wögerbauer fordert mehr bevorzugte Verkehrsflächen für Radfahrer. Dafür müsse die Stadt in den kommenden Jahren auch Geld in die Hand nehmen. „Nur so können wir erreichen, dass Menschen die Kurzstrecken, bis zu einem halben Kilometer, mit dem Rad zurückzulegen. Das würde viel CO 2 einsparen und zugleich Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.“