Amstetten

Erstellt am 13. Juli 2018, 05:43

von Stephanie Turner

HAK: Umzug in vollem Gange. HAK zieht nach HLW für ein Schuljahr ins Ausweichquartier und hat zuvor noch einen Schulflohmarkt veranstaltet. Geplante Fertigstellung des Schulzentrums: Juni 2019.

Beim Flohmarkt der HAK Amstetten gab es auch Kurioses, wie alte Filmprojektoren oder diesen Wuzler zu kaufen. Am Bild Direktorin Brigitte Bartmann und Schulwart Gerald Freudenberger.  |  NOEN, Turner

Wer schon immer einen Diaprojektor oder über 40 Jahre alte Einbaukästen sein Eigen nennen wollte, hatte am Freitag und am Samstag in der Handelsakademie beim Schulflohmarkt die große Chance dazu.

Es wurde nämlich alles verkauft, was in Zukunft nicht mehr gebraucht wird oder keinen Platz in der neuen Schule hat. Von Büchern, Kunstfiguren, über einen Wuzler und alte Technologie war fast alles dabei. Mit den Einnahmen wird die neue Einrichtung mitfinanziert. Schüler und Eltern hatten dabei im Vorhinein schon Gelegenheit, Nützliches oder auch Erinnerungsstücke zu erwerben.

Jetzt ist der Gebäudeteil der HAK so gut wie leer geräumt und bereit für die anstehenden Umbauarbeiten. Denn ab dem kommenden Schuljahr werden die rund 400 Schüler für ein Jahr lang in das Ausweichquartier in der Mozartstraße übersiedeln – die HLW war ja schon das vergangene Schuljahr über in diesem Quartier und richtet sich derzeit in ihren schönen Räumlichkeiten im neuen Bundesschulzentrum ein.

Gesamtkosten bei 18 Millionen Euro

„Das erste Semester war für uns alle eine sehr große Belastung, was den Baulärm betrifft. Manche Klassen waren da ehrlich gesagt sehr benachteiligt. Wir haben auch versucht, Schularbeiten sowie die Matura im Vorhinhein anzukündigen, damit vonseiten der Baustelle Rücksicht auf die Schüler genommen wird. Im zweiten Semester war es schon nicht mehr ganz so schlimm. Trotzdem bin ich sehr erleichtert und froh, dass wir jetzt in die großzügigen Räumlichkeiten in der Mozart straße ausweichen dürfen“, berichtet Direktorin Brigitte Bartmann vom vergangenen Schuljahr.

Begonnen hat der Bau für das gesamte Schulzentrum schon im April des Vorjahres. Ein Großteil der Räumlichkeiten der HLW sind mittlerweile schon bezugsbereit, auch wenn bei Weitem noch nicht alles fertig ist. Im Gebäudeteil der HAK haben die Arbeiten nun Ende Juni gestartet.

Ein paar der herausstechendsten Änderungen sind, dass mit 16 Klassenzimmern von insgesamt 22 Räumen in Zukunft mehr Platz zur Verfügung stehen wird, standardisierte grüne Tafeln werden gegen Smartboards getauscht und beide Schulen werden sich Medienräume, eine Aula sowie die Bibliothek teilen. Das ist auch notwendig, denn laut der Direktorin haben sich über 120 Schüler für das kommende Schuljahr angemeldet.

So erhalten beide Schulen Zubauten mit je 1.000 Quadratmetern Nutzfläche. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 18 Millionen Euro und werden vom Bundesministerium für Bildung getragen.