„Mutige Amstettner Nachtaktiv in Ibiza“ bei GR-Wahl. Wie es mit der FPÖ und den geschassten Funktionären politisch weitergeht.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 25. Juni 2019 (04:14)
NÖN
Manuel Ingerl 
 

„MANI – Mutige Amstettner Nachtaktiv in Ibiza“: mit einer Liste unter diesem Namen will Manuel Ingerl bei der Gemeinderatswahl im Frühjahr 2020 antreten. Dabei werde es sich nicht um eine Spaßliste handeln. Der Name sei vielmehr eine Reaktion auf die Erfahrungen, die er in zwölf Jahren mit Parteipolitik gemacht habe. „Die Liste soll ein Stachel im Fleisch des Parteiensystems sein. Weitere Details zur Kandidatur und zum Programm werde ich demnächst bekannt geben.“

Auch Bruno Weber erklärt ja in seiner Stellungnahme zum Ausschluss, dass er weiterhin politisch tätig sein will, auch wenn das in der FPÖ nicht mehr möglich sein sollte.

Und Brigitte Kashofers Aussendung endet kryptisch. „Im Jänner 2020 sind wieder Gemeinderatswahlen. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen.“ Auch da scheint also eine neuerliche Kandidatur außerhalb der FPÖ nicht unmöglich. Es könnte also bei der nächsten Gemeinderatswahl 2020 in der Stadt durchaus einen neuen Rekord an politischen Bewerbern geben.

Müssen ein neues Team aufbauen

Die Freiheitliche Partei selbst muss sich nach dem Hinauswurf der gesamten Führungsriege neu aufstellen. Einen interimistischen Parteichef wird es nicht geben. „Die Stadtparteigruppe wurde vorerst in den Bezirk integriert und ich werde damit vorübergehend auch die Leitung übernehmen“, erklärt Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber. Man müsse nun daran gehen, über den Sommer eine neue Mannschaft aufzubauen. „Wir werden uns dazu einmal die Mitgliederliste in der Stadt anschauen und dann entsprechende Gespräche führen“, sagt die Bezirksobfrau. Potenzial sei in der Stadt vorhanden und sie sei zuversichtlich, dass es gelingen werde, mit einem neuen und schlagkräftigen Team bei der Gemeinderatswahl anzutreten.