Rotes Kreuz sucht freiwillige Helfer. Die Zahl der Patiententransporte steigt von Jahr zu Jahr und auch im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste hat das Team der Amstettner Rot-Kreuz-Bezirksstelle immer mehr zu tun.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 17. Januar 2020 (05:00)
Bezirksstellengeschäftsführer Herbert Haselsteiner und Bezirksstellenleiterin Beatrix Lehner legen eine umfangreiche Arbeitsbilanz vor und hoffen auf noch mehr freiwillige Mitarbeiter.
Doris Schleifer-Höderl

Im Jahr 2019 transportierte das Team des Roten Kreuzes Amstetten 27.697 Patienten – um 2.507 mehr als 2018. 1.629 Mal musste der Notarzt ausrücken, um Leben zu retten – um 88 Mal öfter als noch 2018. Insgesamt wurden dabei 773.363 Kilometer zurückgelegt. „Damit gelangen wir allmählich aber wirklich an die Grenzen unserer Kapazität“, sagt Bezirksstellengeschäftsführer Herbert Haselsteiner.

Zurzeit besteht das Rot-Kreuz-Team Amstetten aus dreizehn beruflichen Mitarbeitern, 21 Zivildienern, drei Mitarbeiterinnen des freiwilligen Sozialjahres sowie 219 aktiven Ehrenamtlichen. „Da die Zahl der Einsätze von Jahr zu Jahr steigt und wir natürlich auch die Qualität unserer Arbeit halten wollen, sind wir auf der Suche nach weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern“, sagt Bezirksstellenleiterin Beatrix Lehner.

Das Betätigungsfeld des Roten Kreuzes ist vielfältig und geht über den Krankentransport weit hinaus. So haben sich im Vorjahr auch rund 2.500 Personen in 160 Kursveranstaltungen in Erster Hilfe aus- und weiterbilden lassen.

Freizeit für Mitmenschen einsetzen

Aber auch die Gesundheits- und Sozialen Dienste des Roten Kreuzes, insbesondere der Seniorentreff und die Aktion „Bewegung bis ins Alter“ sowie die Serviceleistung Rufhilfe/Notruftelefon, wurden überdurchschnittlich gut angenommen. „Alleine beim Seniorentreff durften wir bei 40 Veranstaltungen 650 Teilnehmer begrüßen, an der Veranstaltung „Bewegung bis ins Alter“, nahmen 207 Interessierte teil“, so Herbert Haselsteiner. "Bei der Rufhilfe betreuten wir 164 Klienten und bei der Krisenintervention 127 Personen."

Zudem wurden 17 Patienten vom Sauerstoffnotdienst betreut, 2.000 Speisen im Zuge der Aktion „Zuhause Essen“ ausgeliefert, 276 Dienste bei der Ö3 Kummernummer getätigt und 35 Ausgaben im Rahmen der Team-Österreich-Tafel durchgeführt.

„Daher suchen wir auch in diesem Bereich weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. Derzeit besteht unser Gesundheits- und Soziale Dienste-Team aus 40 Personen.“ Wer bereit dazu sei, seine Freizeit für seine Mitmenschen einzusetzen, den Willen zur Fort- und Weiterbildung habe, der sei beim Roten Kreuz genau richtig. „Und es gibt nichts Bereichernderes, als das Danke eines Klienten, dem man helfen konnte. Das ist der schönste Lohn!“, sagt Haselsteiner.