Ester Steininger: Einsatz für schwerst kranke Menschen. Für ihren Einsatz für schwerst kranke Menschen und für eine Palliativstation im Landesklinikum Amstetten erhält Ester Steininger den ersten Sozialpreis der Stadt Amstetten.

Von Peter Führer. Erstellt am 21. Mai 2019 (08:25)
Stadtgemeinde
Sozialstadtrat Gerhard Riegler und Bürgermeisterin Ursula Puchebner (rechts) werden Ester Steininger den ersten Sozialpreis der Stadt verleihen.

Im Jahr 2018 rief die Stadt Amstetten den Sozialpreis ins Leben. Dieser wird im Juni erstmals verliehen und soll Anerkennung und Dank für außergewöhnliche Leistungen im Bereich ehrenamtlicher Sozialarbeit sein. Der jährlich zu vergebende Preis wird an Personen vergeben, die sich in besonderem Maße und über einen längeren Zeitraum hinweg für Sozialprojekte engagiert haben. Der Gemeinderat wählte Ester Steininger als erste Preisträgerin aus. Sie ist Vorsitzende des Hospizfördervereins Amstetten.

Der Verein begleitet keine kranken Menschen und deren Angehörige, sondern unterstützt Einrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind, und arbeitet daher eng mit dem Mobilen Hospizdienst der Caritas Amstetten und Waidhofen sowie dem Palliativ-Team im Klinikum Amstetten zusammen. Ester Steininger setzt sich seit über zehn Jahren für die Errichtung einer Palliativstation im Klinikum Amstetten ein.

„Eine Palliativstation würde ein viel besseres Betreuungsverhältnis für schwer kranke Menschen ermöglichen.“Preisträgerin Ester Steininger

„Die Entscheidung für Ester Steininger begründet sich durch ihren bedingungslosen Einsatz, für die schwerstkranken und sterbenden Menschen. Die Verleihung des Sozialpreises 2019 soll der Ausdruck unserer Wertschätzung sein, weil wir überzeugt sind, dass es wichtig ist, sich für dieses Thema stark zu machen“, erklärte Sozialstadtrat Riegler zur Preisträgerin. Der Sozialpreis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Steininger selbst zeigte sich über die Auszeichnung, die sie erhalten wird, erfreut. „Ich war sehr überrascht, dass ich ausgewählt wurde, weil es sehr viele Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren. Egal ob im Sport, der Kultur, bei der Flüchtlingsbetreuung, bei der Feuerwehr, beim Jugendrotkreuz und in vielen anderen Bereichen. Natürlich freue ich mich, denn der Preis ist eine Möglichkeit, unsere Anliegen wieder in den Vordergrund zu rücken. Ich werde ihn stellvertretend für unsere Anliegen annehmen“, betonte die Medizinerin.

Kommt Palliativstation bis zum Jahr 2025?

Als wichtigstes Anliegen des Hospizfördervereins beschreibt Steininger, den Hospiz- und Palliativgedanken in den Mittelpunkt zu rücken. Man will eine Lobby für Schwerkranke, aber auch für trauernde Personen sein. „Wir beleuchten das Thema, indem wir zum Beispiel viele Vorträge halten“, so Steininger. Der zweite große Schwerpunkt ist der Einsatz für eine Palliativstation im Landesklinikum Amstetten. Derzeit befinden sich die nähesten Palliativstationen in Scheibbs und Steyr.

„Angeblich ist im jüngsten Strukturplan vorgesehen, dass es bis 2025 eine Palliativstation in der Region geben soll. Gerade im Krankenhaus Amstetten bietet sich die Lage an, weil es sich um ein Schwerpunktkrankenhaus für schwer kranke Menschen handelt. Etwa mit der Onkologie. Eine solche Station würde ein viel besseres Betreuungsverhältnis für die schwer kranken Patienten in dieser schwierigen Lebensphase ermöglichen. Wir werden an diesem Thema dranbleiben“, unterstreicht Steininger.