Abenteuer Tiefschnee in Amstetten. Die Skirennlaufgruppe des Gymnasiums Amstetten nutzte die derzeitigen Schneemassen in Hintermoos für ein Trainingscamp samt Lawinensuchübung.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 17. Januar 2019 (05:23)
Schule
Obwohl sie wegen der Wetterlage etwas verfrüht abreisen mussten, war das Trainingscamp für die Skirennlaufgruppe dennoch ein großartiges Erlebnis. Als nächstes stehen nun die Landesmeisterschaften für Schulen im Skigebiet Lackenhof Ende Jänner auf dem Programm.

Große Mengen an Schnee sind in den letzten Tagen in weiten Teilen Österreichs gefallen und haben für Probleme gesorgt, so auch im Skigebiet Maria Alm. Für eine Gruppe von Schülern des Gymnasiums Amstetten stellten diese Wetterbedingungen dennoch kein Problem dar. 24 Schüler der Skirennlaufgruppe aus allen Schulstufen samt Lehrkräften machten sich am 6. Jänner für einige Tage auf den Weg nach Salzburg zum Trainingscamp im Bundessportzentrum Maria Alm/Hintermoos.

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Die Schüler des Gymnasiums Amstetten hatten viel Spaß bei den Schneeballschlachten im metertiefen Schnee im Bundesportzentrum Maria Alm/Hintermoos.

Wegen der teilweise extremen Straßenverhältnisse und den gesperrten Abschnitten entpuppte sich schon die Anreise als Abenteuer. „Die Straße zwischen Maria Alm und dem Bundessportzentrum Hintermoos war wegen der Lawinengefahr fast den ganzen Tag lang gesperrt. Wir haben es zum Glück noch geschafft, ins Quartier zu kommen, nachdem sich das Wetter kurzfristig beruhigt hatte. Etwas verunsichert waren wir zwischendurch aber schon“, so Lehrer Wilhelm Müller. Und die Gefahr eingeschneit zu werden? „Das Risiko, die Woche möglicherweise im Bundessportzentrum verbringen zu müssen, haben wir bewusst in Kauf genommen.“

Straßensperre prognostiziert

In der Unterkunft angekommen, stellte sich dann sehr schnell Freude und Staunen über die tief verschneite Winterlandschaft ein, lagen doch drei bis vier Meter Schnee. Neben Spiel und Spaß im Schnee, gab es natürlich aber auch noch ein Programm für die skibegeisterten Schüler.

Da am Tag nach der Ankunft die Lifte vormittags stillstanden, wurde gleich im Tiefschnee mit Lawinensuchgeräten für den Ernstfall trainiert. Die ersten Trainingseinheiten für die Skirennläufer wurden dann anschließend in Hinterreit auf der Piste abgehalten. Nach dem Abendessen standen noch das Präparieren der Ski und ein Regenerationstraining im Ergo-Raum auf dem Plan. Tiefschneeabfahrten im Gelände genießen und Riesentorlauf trainieren, standen tags darauf im Mittelpunkt.

Was die Abreise am letzten Tag betrifft, kam es dann aber doch zu einer Überraschung: „Eigentlich wollten wir noch trainieren und bis zum Mittagessen bleiben, dann sind wir aber schon am frühen Morgen, noch vor dem Frühstück, geweckt worden. Laut Wettervorhersage wurde eine Straßensperre prognostiziert, deshalb hieß es so schnell wie möglich abreisen“, erklärt Müller und resümiert: „Auch wenn wir enttäuscht über die verfrühte Abfahrt waren, war es für die Schüler doch ein Erlebnis sondergleichen.“