Stadtsaal wird zum "Treffpunkt" in Hausmening. Die Pläne für den Umbau des Stadtsaals in Hausmening lagen ja schon vor der Gemeinderatswahl auf dem Tisch. Die neue türkisgrüne Amstettner Stadtregierung hat aber sie aber noch einmal überarbeitet und eigene Akzente gesetzt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 04. Juni 2020 (11:17)
Im Rittersaal des Schlosses Ulmerfeld präsentierten (von links) Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder, Bürgermeister Christian Haberhauer und Ortsvorsteher Anton Geister die Umbaupläne für den Stadtsaal.
Hermann Knapp

Vor allem der Gastronomiebereich wird größer ausfallen. "Wir wollen auf 220 Quadratmetern optimale Bedingungen für ein Catering bieten und damit auch Synergien mit dem Schloss nutzen. Künftig kann jemand, der sich dort trauen lässt, im Stadtsaal mit Blick auf das Schloss feiern", sagt Ortsvorsteher Anton Geister. Der Gastronomiebereich selbst kann aber auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden und die Stadt lässt ihn gewerberechtlich bewilligen.

"Unser Ziel ist ja schon, dass das neue Haus ein Treffpunkt für die Menschen aus den Ortsteilen Hausmening, Ulmerfeld und Neufurth wird. Sie sollen es beleben und vielleicht findet sich dann  in ein paar Jahren ein Gastronom, der es dauerhaft nutzen will. Dann soll das ohne große Verfahren möglich sein", sagt Bürgermeister Christian Haberhauer. Im Saal werden weiterhin 400 Personen Platz haben, es wird aber auch möglich sein, ihn zu unterteilen.

Das neue Haus wird die Heimstätte für zumindest neun Vereine im Ort sein. Sie bekommen eigene Räumlichkeiten, aber auch einen gemeinsamen Aufenthaltsraum haben. "Denn wir möchten, dass es zu noch mehr Austausch unter den Mitgliedern der Vereine kommt", betont der Stadtchef.

"Spatenstich" für den Umbau wird im September sein. Vom alten Haus wird nur die Grundsubstanz übrig bleiben. "Natürlich werden auch bei diesem Projekt klima-aktiv-Kriterien zum Tragen kommen und das Gebäude wird nach der Fertigstellung die Werte eines Niedrigenergiehauses aufweisen", verspricht Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne).

Die Kosten werden sich, vor allem durch die Vergrößerung des Gastronomiebereichs, von 4,6 auf rund fünf Millionen erhöhen. Bauzeit: Ein Jahr.

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