Landeswiese: Land lässt neu schätzen. Stadt benötigt Areal beim Weißen Kreuz. Land signalisiert Gesprächsbereitschaft.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. März 2019 (03:20)
Kovacs
Finanzreferent Michael Wiesner

Nach der Bürgerversammlung in Hausmening ist klar: Die Bevölkerung möchte keinesfalls, dass auf dem Areal des Stadtsaals ein neuer Bauhof errichtet wird (der alte ist ja schwer sanierungsbedürftig). Das bringt die Gemeinde bei den Bemühungen um Gründe auf der Landeswiese (beim Weißen Kreuz) noch mehr unter Zugzwang.

Dort wäre der geeignete Platz, um gleich einen gemeinsamen Bauhof für die Ortsteile Hausmening und Mauer zu errichten. Allerdings waren die Konditionen, die das Land bisher an einen Verkauf des benötigten Grundes knüpfte, für die Stadt unannehmbar. „Den Preis hätten wir natürlich gezahlt. Es war aber auch gefordert, dass wir innerhalb von zwei Jahren die Bauarbeiten abschließen müssen, weil uns andernfalls eine Pönale in Höhe von 100 Prozent des Kaufpreises gedroht hätte. Sich darauf einzulassen wäre ein unverantwortlicher Umgang mit Steuergeldern gewesen“ sagt Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Michael Wiesner.

„Da der Immobilienmarkt sehr stark in Bewegung ist, wird es notwendig sein, ein neues Schätzgutachten zu erstellen."Sprecher Hermann Muhr, Büro der Landeshauptfrau

Durch die Versammlung in Hausmening sei das öffentliche Interesse an dem Areal nochmals eindrucksvoll bestätigt worden. „Wir haben beim Land deshalb auch schon wieder urgiert, aber noch keine Auskunft bekommen“, sagt Wiesner.

Auf Anfrage der NÖN im Büro der Landeshauptfrau teilte Sprecher Hermann Muhr mit, dass die Gebäudeverwaltung mit der Stadt Kontakt aufnehmen werde. „Da der Immobilienmarkt sehr stark in Bewegung ist, wird es notwendig sein, ein neues Schätzgutachten zu erstellen. Das wird voraussichtlich zwei Monate dauern. In dieser Zeit hat die Gemeinde auch Gelegenheit, nochmals genau darzulegen, was sie auf dem Grundstück plant.“ Grundsätzlich sei das Land natürlich gesprächsbereit.