Erstellt am 22. Januar 2019, 02:58

von Stephanie Turner

Neuzulassungen: „Markt wird schrumpfen“. 2018 haben sich neue Trends rund um das Thema Auto entwickelt.

VW hat im Bezirk seine Vormachtstellung verteidigt, auch wenn die Zahl der Zulassungen von 644 auf 631 gesunken ist.  |  Quelle: Statistik Austria; Illustration: A7880S/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Gastegger

Im Jahr 2018 wurden im Bezirk Amstetten 4.356 Pkw neu zugelassen. Das sind vier Prozent weniger als noch im Vorjahr. Dieser Trend zeigt sich auch in ganz Niederösterreich mit einem Rückgang von rund drei Prozent.

Neu ist auch, dass die Zahl der Dieselmotoren mit rund minus 20 Prozent stark zurückgegangen ist und Benzinmotoren nun mit rund 35.000 Neuzulassungen in Niederösterreich auf Platz 1 stehen. Weniger stark verändert haben sich die beliebtesten Automarken im Bezirk: Waren es 2017 noch VW, Peugeot, Skoda, Ford und Opel, stehen nun VW, Ford, Skoda, Seat und BMW ganz vorne (siehe Grafik).

„Der Diesel hat im Vorjahr extrem an Beliebtheit eingebüßt.“ Martin Bauer von Opel Öllinger in Amstetten über den Rückgang der Dieselmotoren

Mit 203 Neuzulassungen im Vorjahr hat Peugeot mit minus 51 Prozent den größten Rückgang an Neuzulassungen zu verbuchen. Der Anteil an Pkw der Marke Hyundai ist dafür mit 196 Neuzulassungen im Jahr 2018 um 65 Prozent gestiegen. Besonders ist auch, dass sich die Anzahl der Tesla-Fahrzeuge von einem auf vier vervierfacht hat.

„Die Pkw-Neuzulassungen sind 2018 im ganzen Bezirk gesunken, diesen Trend zeigt der Markt und da können auch wir nicht dagegen ankämpfen. Auch was Benzin- und Dieselmotoren betrifft, können wir die allgemeine Entwicklung bestätigen. Der Diesel hat im Vorjahr extrem an Beliebtheit eingebüßt“, so Martin Bauer, Verkaufsberater beim Autohaus Opel Öllinger in Amstetten. Was die einzelnen Modelle betrifft, seien laut ihm die SUV-Modelle nach wie vor sehr gefragt.

Beim Autohaus Lietz konnte ein positives Resümee gezogen werden, wenn auch die Prognose für das Jahr 2019 etwas negativer ausfällt: „Trotz der Dieselskandale war 2018 ein erfolgreiches Jahr für uns. Wir konnten mehr Neuwagen absetzen als im Vorjahr, auch das Interesse an Benzinmotoren ist tendenziell gestiegen. Wir gehen aber stark davon aus, dass der Markt auch heuer noch einmal um den selben Anteil wie 2018 schrumpfen wird“, so der Zuständige für die Zentraldisposition und Logistik von Neuwagen im Autohaus Lietz, Reinhard Reiter.

In Niederösterreich ist der Anteil an Elektroautos mit 269 Neuzulassungen fast um ein Viertel gestiegen. Was den Trend für Elektroautos betrifft, widersprechen sich die beiden Autohäuser allerdings. Bei Opel Öllinger soll laut Martin Bauer die Nachfrage nach E-Mobilen sogar rückläufig gewesen sein. Im Autohaus Lietz kommt es aktuell teilweise sogar zu 13 bis 14 Monaten Wartezeit: „Der Elektro-Trend äußert sich bei uns besonders beim elektrisch angetriebenen Kompakt-SUV von Hyundai. Der ist, was die Effizienz und Reichweite betrifft, momentan konkurrenzlos. Das bestätigt auch die weltweit große Nachfrage“, erklärt Reinhard Reiter.

Im Ybbstal hat Mazda die Nase vorne

Auffallend ist, dass die Marke Mazda den üblichen Top-Platzierten VW als beliebteste Automarke in Waidhofen/Ybbs verdrängt hat. Im Autohaus Lietz, das auch in Waidhofen/Ybbs einen Standort hat, wird diese Entwicklung so begründet: „Bei den Marken Mazda und VW gab es im Vorjahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dass Mazda nun die Nase vorne hatte, hat mit den Importeuren, Tages- und Kurzzulassungen für Firmen und mit geänderten Abgasnormen zu tun. Wären diese Umstände nicht gewesen, würde die Marke VW nach wie vor an der Spitze der Neuzulassungen in der Region liegen.“

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