Weihnachten liegt in der Luft

Die NÖN befragte Prominente aus dem Bezirk Amstetten, wie sie den Advent leben.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:41
Lesezeit: 3 Min
Leopold Kogler
Kunstpädagoge und Kulturexperte Leopold Kogler nimmt sich im Advent Zeit für die Familie, Freunde und Lieblingsmenschen. Die leuchtenden Kerzen am Adventkranz erinnern ihn auch an seine Kindheit.
Foto: linwol.at

„Seit ich mich zurückerinnern kann, war der Advent immer schon eine besondere Zeit, eine Zeit der Vorfreude auf den Heiligen Abend“, beschreibt Kunstpädagoge Leopold Kogler die besinnlichen Tage vor Weihnachten.

Besonders seine Kindheit ist von vielen Erinnerungen geprägt: Kekse backen, Schokolade machen, Krippen bauen, Geschenke basteln, Roraten, Weihnachtslieder, Weihnachtsgeschichten sowie den Duft von Tannenreisig. „Im Advent nehme ich mir genügend Zeit für Freunde, Familie und Lieblingsmenschen.

Da möchte ich besinnlich sein und die vielen Lichter bestaunen, besonders die Kerzenlichter“, sagt er. Noch heute leuchten seine Augen, wenn die Kerzen am Adventkranz angezündet werden. Viele der Weihnachtstraditionen seiner Kindheit wurden in seiner Familie weitergegeben. Den Advent feiert Kogler mit seiner Familie mit konkreten Ritualen. Dazu gehört der Adventkranz, das Einwässern von Barbarazweigen, das Nikolaussackerl mit Nüssen und Mandarinen, das Aussuchen des Christbaums mit seiner Enkelin sowie der Besuch der Stätte des Friedens und der Ruhe.

Die Vorweihnachtszeit ist noch immer die schönste Zeit im Jahr.“ Leopold kogler Kunstpädagoge

Bei CCA-Centerleiter Hannes Grubner wird in der Vorweihnachtszeit mit seinen Kindern gesungen und gebastelt. Seine Frau kommt aus Schweden und dadurch werden auch schwedische Traditionen in die Adventzeit eingebunden.

In Schweden ist am 13. Dezember Luciatag, der bei ihnen auch gefeiert wird. An diesem Tag kommt die heilige Lucia mit ihren Lichtern. Die Kinder verkleiden sich als Sternenträger und als kleine Weihnachtsmänner. „Zu Heiligabend gibt es bei uns ein schwedisches Buffet, das Julbord. Die Grundbestandteile dieses Buffets (Smörgåsbord) sind Kartoffeln, Köttbullar, Sill (eingelegter Hering), Schinken, Lachs und Käse“, erklärt er.

Auch im CCA ist der Advent eine besondere Zeit. „ Heuer gab es einen besonderen Tag, an dem Adventkränze gebunden und verschenkt wurden, das ist bei den Leuten sehr gut angekommen. Wir machen zudem eine Gutscheinaktion bis zum 15. Dezember. Die Gutscheine können via Click and Collect oder online günstiger erworben werden“, will der Leiter des Citycenters die Übergangszeit bis zur Eröffnung der Geschäfte erleichtern.

Auch der Intendant der Herbsttage Blindenmarkt, Michael Garschall, mag den Advent. Seine Mutter zelebrierte diese Tage förmlich und so manches setzt er gerne fort. Ein klassischer Adventkranz schmückt den Tisch, die Kerzen werden täglich angezündet. Seit einigen Jahren gibt es auch wieder einen Adventskalender, den er heuer als liebevoll entworfenes Geschenk von seinen Wiener Nachbarn bekam.

Adventkalender mit alten Motiven

„Der Adventskalender zeigt meine Wiener Gasse als Filmkulisse für Vienna Blood, romantisierende Idylle rund um die Jahrhundertwende mit Kutsche, Laternen und besonders schöner Nachtstimmung“, beschreibt er ihn.

Der Lockdown zwingt Garschall zum „Runterschalten“. Der Intendant kann jetzt die Freude genießen, dass die Herbsttage 2021 – trotz Corona – so gut über die Bühne gegangen sind, und drückt jenen die Daumen, die Geschäfte besitzen, dass sie bald wieder aufsperren können. Trubel braucht er nicht, Geschenke sind für ihn gar nicht mehr wichtig.

Wenn er welche kauft, dann keinesfalls aus dem Internet. Große Bedeutung haben für ihn die auch mit kulinarischen Genussmomenten verbundenen Treffen mit Freunden und Freundinnen, die rund um die Festtage schon eingeplant sind. Es gibt auch besonders glückliche Erlebnisse in diesen Tagen: „Ein Stammsänger der Herbsttage ist Vater von Zwillingen geworden“, freut sich Michael Garschall über dieses schöne Ereignis.

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