Toni Innauer kehrt nach 29 Jahren zurück. Olympiasieger Toni Innauer gastiert wieder in Wallsee. 1989 und 1990 nützte er das Wassersportzentrum zum Spezialtraining für das Skisprung-Nationalteam.

Von Peter Führer. Erstellt am 21. Februar 2019 (05:33)
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Toni Innauer hält am 9. März in der Donauhalle Wallsee einen Vortrag.

Wenn Toni Innauer am Samstag, 9. März, ab 20 Uhr in der Donauhalle einen Motivationsvortrag unter dem Ttel „Mut zur Veränderung – mit Willenskraft zum Erfolg“ hält, dann ist das für ihn eine Art Rückkehr. Bereits in den Jahren 1989 und 1990 war der Skisprung-Olympiasieger, Trainer, Manager und Sportexperte jeweils in der Donaugemeinde zu Gast. Damals in seiner Funktion als Sportlicher Leiter der Skisprungnationalmannschaft.

Georg Wimmer, Leiter des Beach- und Wassersportzentrums, erinnert sich: „Der Kontakt ist damals über Freestyle-Europameister Thomas Überall entstanden. Es war seine Idee, die Freestyle-Schanze im Wassersportzentrum zu nützen. Für die Skispringer war es einmal interessant, einen anderen Absprung zu trainieren.“

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Auch die NÖN berichtete anno dazumals vom Aufenthalt der Skisprungnationalmannschaft. Abgebildet vor dem Aerotrim-Gerät: Toni Innauer, Wassersportzentrum-Leiter Georg Wimmer, Andreas Felder (1990/91 Gesamtweltcupsieger, derzeit Cheftrainer des Skisprungteams), Ernst Vettori (1992 Olympiasieger) und Freestyle-Europameister Thomas Überall.

 

Gute Erinnerungen an Wallsee

Das Team rund um Innauer nützte vor Ort auch den Beachvolleyballplatz, diverse Fitnessgeräte wie das Trampolin, das neue Aerotrim-Gerät und versuchte sich auch am Barfuß-Wasserski. „Toni Innauer hat immer alternative Trainingsmöglichkeiten gesucht und forciert. Es war ihm wichtig, dass die Sportler auch andere Sportarten probieren. Neben vielen Ausdauereinheiten stand auch ein Fußballspiel gegen Wallsee auf dem Programm“, erzählt Wimmer.

Auch Toni Innauer erinnert sich an seine früheren Aufenthalte in Wallsee. „Wir haben damals außergewöhnliche Trainingskurse gemacht. Es war ein völlig anderes Betätigungsfeld für die Skispringer. Mir ging es darum, sie aus dem normalen Bereich ihres Spitzensportes rauszulocken.“ Vom alternativen Training habe man besonders in den Jahren 1991 und 1992 profitiert. Damals kam es zur Umstellung auf den V-Stil. Ernst Vettori und Andreas Felder – beide in Wallsee mit dabei – gehörten in dieser Zeit zu jenen wenigen Springern, die sowohl im Parallel- als auch im V-Stil große Erfolge feiern konnten. „Die Trainingswoche war für uns eine absolute Bereicherung“, berichtet Innauer.

Nicht nur, aber auch um diese Zeit und die Bedeutung von mentalem Training wird es, so der ehemalige Spitzensportler auch beim Vortrag am 9. März gehen.