Covid-Welle nach Landjugend-Party in Behamberg

"Final Fall" hieß die Party der Landjugend am 2. Oktober in Behamberg, die nun die Gesundheitsbehörde im Bezirk auf Trab hält. Denn auch wenn beim Fest die 3-G-Regel galt und beim Eintritt kontrolliert wurde, waren unter den Jugendlichen aus dem ganzen Bezirk, die dort in engem Kontakt feierten, offensichtlich infizierte Personen. Die Folge davon: Es geht eine Corona-Welle durch den Bezirk, die die 7-Tage-Inzidenz auf 297 hinaufschnellen ließ.

Red. Amstetten Erstellt am 13. Oktober 2021 | 14:59
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Foto: Kichigin, Shutterstock.com

Der Behörde fiel schon in der Vorwoche eine Häufung von Infektionen bei Personen unter 20 Jahren auf und das Kontakt-Tracing brachte sie bald auf die richtige Spur - "zu einem Fest von Jugendlichen im Westen des Bezirks mit ein paar hundert Teilnehmern", wie Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer gegenüber der NÖN bestätigt.

Dass es sich dabei offensichtlich um die Party der Landjugend Behamberg gehandelt hat, geht aus einem Eintrag auf deren Facebook-Seite hervor. Denn dort weisen die Veranstalter selbst auf die Corona-Fälle hin und bitten die Teilnehmer am Fest im Mehrzweckhaus, ihren Gesundheitszustand zu beobachten, sich regelmäßig testen zu lassen und beim Auftreten von Symptomen die Hotline 1450 zu wählen. 

31 Corona-Fälle im Zusammenhang mit der Party sind derzeit bestätigt. Nicht immer lässt sich das Contact-Tracing aber lückenlos nachvollziehen, sodass die Zahl vermutlich deutlich höher seine dürfte. 

Täglich kommt es derzeit im Bezirk zu rund 60 Neuinfektionen, vor allem eben auch bei Jugendlichen bis zu 20 Jahren. Mit Stand Mittwoch sind 468 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 921 abgesondert und rund 5.200 unterliegen einer Verkehrsbeschränkung weil sie K2-Kontaktpersonen sind.

Einen kleinen Cluster gibt es übrigens auch nach einem Seniorenausflug. Obwohl die geltenden Regeln eingehalten wurden, war offenbar zumindest ein Teilnehmer infiziert und hat alle anderen angesteckt, auch die geimpften. 17 Personen sind betroffen. Schwere Krankheitsverläufe gibt es zum Glück bislang nicht.

Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer beschäftigt sich inzwischen schon intensiver mit dem Hochinzidenzerlass des Gesundheitsministeriums. Denn da im Bezirk die Impfquote mit 58,3 Prozent vollimmunisierte Personen (laut Impfdashboard)  relativ niedrig ist, könnten ab einer 7-Tages-Inzidenz von 500 schärfere Maßnahmen bis hin zu Ausreisekontrollen drohen.