Bezirk Amstetten springt von Gelb auf Rot. Wie befürchtet leuchtet die Coronaampel für den Bezirk Amstetten ab sofort rot. In der Vorwoche ist es zu einem starken Anstieg der Covid-19-Infektionen gekommen.

Von Red. Amstetten. Erstellt am 23. Oktober 2020 (06:57)
Symbolbild
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Beigetragen haben dazu Cluster rund um das Pflege und Betreuungszentrum in St. Peter (laut Land inzwischen 30 Infizierte) und in Neuhofen an der Ybbs. Ausgangspunkt dürfte dort die Primiz am 11. Oktober gewesen sein. Vermutlich haben Teilnehmer danach nicht den nötigen Abstand gewahrt. Aus Neuhofen wurden am Abend vier neue Infektion gemeldet, somit sind es nun 32.

In Amstetten ist die Zahl der Infizierten von Mittwoch 15 auf Donnerstag 26 gestiegen. Das Land NÖ hat aber am Donnerstag bekannt gegeben. "Im Verhältnis zur Einwohnerzahl von rund 24.000 ist dieser Wert im Mittelfeld.
Ich ersuche alle Bürger Abstand  zu halten, den Mund-Nasenschutz zu tragen und so oft wie möglich die Hände zu desinfizieren. So kann es uns gelingen, dass die Ansteckungszahlen in Amstetten stabil bleiben", sagt Bürgermeister Christian Haberhauer.  

Sperrstunde wird nicht vorverlegt

Was die rote Ampel bedeutet, ist im Detail noch nicht klar. Das Land NÖ hat aber heute bekannt gegeben, dass auch in Regionen mit "sehr hohem Risiko" die Sperrstunde nicht von 1.00 Uhr auf 22.00 Uhr vorverlegt wird, weil sich die Infektionen im Gastrobereich verringert hätten. 

Besuche in den Spitälern werden auf Geburten, Kinderabteilungen sowie auf Zusammenkünfte mit palliativ betreuten Menschen eingeschränkt. In den Pflege- und Betreuungszentren sind künftig täglich zwei Besuche von höchstens je zwei Personen erlaubt. In besonders berücksichtigungswürdigen Fällen, etwa bei palliativ betreuten Bewohnern, könnten zusätzliche Einzelgenehmigungen erteilt werden.

Die Kindergärten sollen offen bleiben. Es ergeht allerdings die Empfehlung an alle Eltern, denen das möglich ist, die Kinder zu Hause zu betreuen.

Infizierte Personen in den Gemeinden des Bezirks so weit bekannt, Stand Donnerstag, 22.10., 21 Uhr (manche davon können inzwischen wieder gesund sein):

Allhartsberg: 1

Amstetten: 26

Aschbach: 2

Ardagger: 3

Behamberg: 1

Biberbach: 2

Euratsfeld: 1

Ennsdorf: 2

Ferschnitz: 2

Haag: 7

Haidershofen: 14

Kematen: 4

Neuhofen: 32

Oed-Öhling: 2

St. Georgen am Ybbsfelde: 4

St. Pantaleon-Erla: 7

Seitenstetten: 3

St. Peter: 6

St. Valentin: 12

Sonntagberg: 12

Strengberg: 7

Waidhofen 18

Wallsee: 11

Weistrach: 3

Wolfsbach: 2

Zeillern: 4