ecocenter als Impulsgeber für Amstettner Wirtschaft

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 05:46
Lesezeit: 3 Min
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Kündigten den Baustart für das ecocenter an und zogen positive Bilanz über die Regionalförderung: ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreterin Michaela Hinterholzer und ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.
Foto: Knapp
Umbau der Amstettner Remise wird heuer starten. Radwege als Schwerpunkt der Regionalförderung.

Noch heuer soll der Umbau der Remise zum ecocenter beginnen. Die Landeswirtschaftsagentur ecoplus hat ja insgesamt rund 9.500 Quadratmeter Grund und gut zwei Drittel des Bauwerks erworben und will dort nach dem Umbau kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich einzumieten und zu entwickeln.

Die Umbaupläne des Architekturbüros „Holodeck architects“ wurden ja schon im April des Vorjahres präsentiert. Damals war von einem Baustart im Frühjahr 2023 die Rede, doch die Vorbereitungsarbeiten haben länger gedauert als erwartet. „Aber noch im Laufe dieses Jahres wird das Projekt bei der Behörde eingereicht, das Behördenverfahren abgeführt, ausgeschrieben und mit dem Bau begonnen werden“, sagt die stellvertretende ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzende Michaela Hinterholzer.

Remise als Wahrzeichen soll erhalten bleiben

Es werde dabei darauf geachtet, dass das Wahrzeichen Remise nicht aus der Stadt verschwinde, sondern als Teil des Stadtbildes weiterlebe. „Wo immer möglich, werden daher Mauerwerk und auch Tore der alten Remise integriert“, verspricht Hinterholzer.

Im Vollausbau werden im ecocenter 6.500 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche zur Verfügung stehen. Im ersten Bauabschnitt wird aber vorerst nur die Hälfte erschlossen, der Rest dann je nach Nachfrage. Durch eine Modulbauweise werden die Räumlichkeiten sehr flexibel gestaltet und kleinen Firmen, aber auch Unternehmen mit bis zu 40 Mann Platz bieten. „Wir merken, dass durch die Teuerung bei Firmen der Trend wieder eher dahingeht, Räumlichkeiten zu mieten, statt selbst Gebäude zu errichten“, sagt ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki. Für den Erfolg des ecocenters spreche aber auch die gute Anbindung an die Westbahn, die es Beschäftigten ermögliche, ohne Auto ihren Arbeitsplatz schnell zu erreichen – sogar von Wien, St. Pölten oder Linz aus. Insgesamt rund 19 Millionen Euro wird ecoplus im Vollausbau in das Am stettner ecocenter investieren, das auch ein Pilotprojekt sei, weil es in einer Innenstadt entsteht und nicht wie die bisherigen in einem Wirtschaftspark. „Ich bin sicher, dass es ein wichtiger Impulsgeber für die Wirtschaft in der ganzen Region wird“, betont die stellvertretende ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzende.

Hinterholzer und Miernicki zogen bei einer Pressekonferenz in Amstetten auch Bilanz über die Regionalförderung, die 1987 eingeführt wurde. „Seither wurden im Bezirk 178 Projekte mit einem Volumen von über 53 Millionen gefördert und Investitionen in Höhe von 176 Millionen Euro ausgelöst“, berichtete Hinterholzer und nannte Beispiele wie den Donauradweg, das Mostbirnhaus oder auch die Attraktivierung des Haager Tierparks.

Schwerpunkt auf Radweginfrastruktur

In den kommenden Jahren wird die Radweginfrastruktur ein Förderschwerpunkt sein. Noch heuer sollen ja Gefahrenstellen am Ybbsradweg im Bereich Blindenmarkt und Ferschnitz entschärft werden und in Amstetten Adaptierungen erfolgen. Zudem sind Sicherungsmaßnahmen am Radweg zwischen Waidhofen und Lunz geplant.

Miernicki informierte auch darüber, dass die ecoplus in den vergangenen fünf Jahren im Bezirk Amstetten 24 Betriebsansiedlungen und Standorterweiterungen begleitet habe. Insgesamt seien damit 525 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert worden. Als ein Highlight nannte Miernicki die Errichtung der Zentrale der Meiller GmbH in Oed.

Bei den Wirtschaftsparks hob er jenen in Ennsdorf hervor, den einzigen mit Hafen. Er biete derzeit 27 Betrieben mit 889 Arbeitskräften bestmögliche Rahmenbedingungen.

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