Familienvater verstarb: Hilfswelle für Familie. Große Trauer herrscht in Ferschnitz, nachdem ein junger Familienvater verstarb. Seine Ex-Gattin startete für die Lebensgefährtin und die Kinder eine Hilfsaktion.

Von Peter Führer. Erstellt am 05. November 2019 (04:21)
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Es war ein schrecklicher Schicksalsschlag, der eine junge Familie in Ferschnitz vor Kurzem ereilte: Der junge, 35 jährige Familienvater verstarb plötzlich am 23. Oktober. Er hinterließ eine Lebensgefährtin und zwei Kinder, sowie ein Kind aus einer früheren Ehe. Der Todesfall hat für große Trauer und Bestürzung in der gesamten Gemeinde gesorgt. Noch schwieriger wird die Situation für die Lebensgefährtin und ihre Kinder dadurch, dass man derzeit an der Errichtung des Eigenheimes arbeitet.

Um der Familie daher unter die Arme zu greifen, startete die Ex-Frau des Verstorbenen, Sandra Reithner, eine umfangreiche Hilfsaktion. Sie postete auf Facebook einen Hilfsaufruf für Freiwillige, die auf der Baustelle mithelfen möchten. In dieser Woche wird zudem ein Spendenkonto (bei der Raiffeisenbank Ferschnitz) errichtet.

„Ich habe meinem Ex-Mann bei der Verabschiedung versprochen, dass ich der Familie und den Kindern, so gut es geht, helfen werde. Da ich das finanziell alleine nicht schaffe, habe ich mit Zustimmung der Lebensgefährtin diesen Aufruf gestartet“, erklärt Reithner. Jede Hilfe auf der halbfertigen Baustelle wird gerne angenommen. Egal, ob bei den Arbeiten, beim Kochen für die Helfer oder mit Unterstützung durch Spenden. Die Arbeiten sollen im Dezember weitergehen.

„Ich habe meinem Ex-Mann versprochen, dass ich der Familie, so gut es geht, helfen werde.“Sandra Reithner, Initiatorin der Hilfsaktion

Reithner berichtet, dass sich bereits unzählige Menschen gemeldet und ihre Hilfe angeboten haben. „Wir wollen das Haus so schnell wie möglich fertig haben. Ich schreibe mir alle Kontaktdaten auf und versuche, das Ganze zu koordinieren. Es haben sich viele telefonisch gemeldet oder per Whatsapp oder über Facebook. Mich hat auch ein Pensionist angerufen und seine Hilfe angeboten, auch wenn er nicht weiß, wie. Da waren Dinge dabei, die einem schon noch einmal sehr nahe gehen. Dass das solche Kreise zieht, das habe ich nicht erwartet. Es waren schon unglaublich viele Meldungen.“

Wer mithelfen will und die Familie in jedweder Form unterstützen möchte, kann sich bei Sandra Reithner unter 0660/26 11 983 melden.