Ferschnitz

Erstellt am 02. Februar 2019, 05:28

von Peter Führer

Jedem Kind sein Lebensbaum. Seit 28 Jahren werden in Ferschnitz für alle Neugeborenen Lebensbäume gepflanzt. Aktion wurde nun mit Preis bedacht.

Die Auszeichnung als „Jugendfreundlichste Gemeinde“ nahm man 1991 zum Anlass für diese Aufnahme mit einem der ersten Lebensbäume. Stehend vonlinks: Franz Reisinger, Robert Berger und Josef Dorninger. Vorne von links: Herbert Roseneder, Claudia Roseneder und Markus Weinzierl.  |  Franz Crepaz

Mittlerweile ist es eine 28-jährige Tradition: Jedes in der Marktgemeinde neugeborene Kind erhält einen Lebensbaum. Seit dem Jahr 1991 organisieren Gemeinde und JVP die Aktion gemeinsam. Jeweils ein Mal im Frühjahr und ein Mal im Herbst werden die Eltern der jüngsten Gemeindebürger besucht und ein Baum in dem Garten gepflanzt. Vor Kurzem erhielt die Gemeinde beim Neujahrsempfang der Bezirks-ÖVP für die Aktion 500 Euro.

Auszeichnung für die Jugendfreundlichkeit

„1991 wurden wir als Jugendfreundlichste Gemeinde ausgezeichnet. Unter anderem für die Lebensbäume“, erinnern sich Vizebürgermeister Josef Dorninger – damals JVP-Obmann – und der damalige Jugendgemeinderat Franz Reisinger zurück.

Seit Beginn der Aktion werden jährlich durchschnittlich 15 Bäume gepflanzt. Die Eltern können dabei aus verschiedenen regionalen Sorten wählen. In den letzten Jahren stieg die Zahl aufgrund des Zuzuges weiter an. 2018 waren es insgesamt 18 Bäume.

28 Jahre danach: Der Baum steht immer noch, wenngleich derzeit im winterlichen Gewand. Stehend von links: Franz Reisinger, Herbert Roseneder, Robert Berger und Josef Dorninger. Vorne: Claudia Roseneder und Markus Weinzierl.  |  Führer

„Zuerst gab es die Idee, einen ‚Geburtstagswald‘ zu schaffen, danach jene, die Bäume direkt in den Gärten zu pflanzen“, erinnert sich Reisinger zurück.

Selbst wenn kein Garten zur Verfügung steht ,muss man nicht auf einen Lebensbaum verzichten. „Wir haben Bäume auch schon bei Großeltern aufgestellt. Oder Eltern haben den Baum in einem Topf übernommen und selbst woanders verpflanzt“, erklärt Vizebürgermeister Dorninger.

Auch heute hat die Tradition nichts an ihrer Beliebtheit verloren. Denn natürlich ist auch die aktuelle Generation fleißig dabei, Lebensbäume von Haus zu Haus zu liefern. „Es ist eine schöne Aktion, weil es ein sehr erfreulicher Grund ist, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Der Lebensbaum prägt zum einen die Landschaft und steht zugleich als Symbol einer Ewigkeit für Menschen“, betont JVP-Obmann Jakob Langeder.