Busfahrer ließ Buben an Haltestelle stehen. Bus war voll, Elfjähriger durfte nicht einsteigen. Eltern und VP-Ortsparteiobmann Scherscher fordern vom VOR Konsequenzen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 17. September 2019 (06:02)
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Sebastian wurde vom Busfahrer einfach an der Haltestelle stehen gelassen.

ÖVP-Ortsparteiobmann Manuel Scherscher ist empört. Der elfjährige Sebastian wurde vom Busfahrer vor der NMS in Gleiß einfach stehen gelassen. „Als er am 12. September zu Mittag einsteigen wollte, hat ihm der Chauffeur einfach die Tür vor der Nase zugemacht und ist losgefahren.“

Es war für den Buben aus Greinsfurth der erste Tag in der neuen Schule, zudem hat er sich vor Kurzem das Schlüsselbein gebrochen und ist daher auch körperlich beeinträchtigt. „Er stand da und wusste nicht, was er tun sollte. Zum Glück hat eine Lehrerin die Szene beobachtet und den Vater verständigt“, berichtet Scherscher.

Dieser hat in Greinsfurth den Busfahrer zur Rede gestellt, der nur meinte. „Was soll ich machen, wenn der Bus voll ist. Eine Karte ist keine Garantie zur Mitnahme.“

ÖVP

Für Scherscher ist diese Aussage unfassbar und er fordert vom Verkehrsverbund Ostregion Maßnahmen, damit so etwas nicht wieder passieren kann. „So sorglos und gleichgültig mit unseren Kindern umzugehen, macht mich einfach nur sprachlos. Und es gibt ja derzeit mit dem Bus auch noch andere Probleme in Greinsfurth.

So wurden Kinder nicht abgeholt, im Freiland auf der stark befahrenen B121 abgesetzt oder gar erst am Hauptbahnhof in Amstetten aus dem Bus gelassen.“ Die Verantwortlichen müssten rasch handeln, bevor ein Kind zu Schaden komme, fordert Scherscher (mehr dazu hier).

VOR-Pressesprecherin Christina Bachmaier betont, dass der Busfahrer natürlich vorrangig für das Wohl der Fahrgäste zuständig sei. „Wenn der Bus voll ist, darf er keinen weiteren Passagier mitnehmen. Er hätte aber überprüfen können, ob nicht vielleicht doch noch ein Platz frei ist, weil jemand seinen Rucksack auf einen Sitz gestellt hat. Auf jeden Fall hätte er mit dem Buben reden müssen. Wir gehen der Sache auch nach!“