Zeillern

Update am 17. Juni 2018, 12:09

von NÖN Redaktion

Pkw überschlug sich mehrfach: Mehrere Verletzte. Ein mit sechs Jugendlichen besetzter Honda Civic ist Sonntagfrüh bei der Ortseinfahrt von Zeillern (Bezirk Amstetten) in Niederösterreich von der Straße abgekommen und hat sich mehrfach überschlagen.

Zu einem schrecklichen Unfall kam es Sonntagfrüh bei der Ortseinfahrt von Zeillern. Ein mit sechs Jugendlichen besetzter Honda Civic kam von der Straße ab und überschlug sich mehrmals. Die sechs Insassen, vier Burschen und zwei Mädchen, wurden verletzt, berichtete Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.

Laut Polizei war der 20-jährige Lenker ohne Besitz einer Lenkberechtigung um 6.15 Uhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit und mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen Pkw auf der L6073 („Strasser Berg“) unterwegs. Wenige Meter nach Beginn des Ortsgebietes von Zeillern kam er aufgrund des hohen Tempos zuerst links von der Fahrbahn ab. Das Auto überschlug sich, prallte gegen einen Thujen-Baum und kam schlussendlich in einem Vorgarten auf dem Dach zum Liegen.

Zwei Insassen mussten gerettet werden

Die Hausbesitzerin und mehrere Nachbarn wurden von dem Knall geweckt und alarmierten die Rettung. Vier Insassen konnten sich selbst aus dem stark deformierten Auto befreien. Zwei waren eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr geborgen werden.

Ein 25-jähriger Mitfahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Notarzthubschrauber in das Med Campus 3 Linz geflogen.

„Unfallort sah wie ein Schlachtfeld aus“

Alle anderen Beteiligten wurden mit der Rettung in das Landesklinikum Amstetten gebracht. Der Lenker, eine 21-Jährige und ein 22-Jähriger wurden nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.

Eine 18-Jährige erlitt schwere Verletzungen und ein 22-Jähriger Verletzungen unbestimmten Grades. Beide befinden sich noch in stationärer Behandlung.

Der Lenker gab bei der Vernehmung an, mit 180 km/h bergab gefahren zu sein.

Am Fahrzeug entstand ein Totalschaden. Am Unfallort habe es „wie auf einem Schlachtfeld“ ausgesehen, sagte Feuerwehrsprecher Gutlederer. Man könne daher von Glück reden, dass keiner der Verunglückten in Lebensgefahr schwebe. Die Hausbesitzerin erlitt einen Schock und wird vom Kriseninterventionsteam betreut.