Wallseer Polizist in Serbien im Einsatz. Polizist Thomas Haydter unterstützt ab August für drei Monate serbische Polizei.

Von Peter Führer. Erstellt am 05. August 2020 (04:42)
Thomas Haydter (links) geht – wie Kollege Christoph Winkler aus Aspang – in den Auslands-Grenzeinsatz nach Serbien.
BMI/K. Schober

„Internationale Polizeimissionen sind Einsätze, um Krisen zu verhindern. Sie dienen unter anderem der Unterstützung der Sicherheitsbehörden vor Ort, aber auch der inneren Sicherheit in Österreich“, sagte Innenminister Karl Nehammer am 29. Juli bei der Verabschiedung von zehn Polizisten zu ihrem Auslandseinsatz nach Serbien.

Einer der zehn Exekutivbeamten ist Thomas Hadyter aus Wallsee. Er wird mit seinen Kollegen in Serbien an der serbisch-nordmazedonischen Grenze bei Presevo eingesetzt und dort die Grenzüberwachung mit Wärmebildkameras unterstützen. Unter den Polizeibediensteten sind dienstführende und sprachkundige Beamte sowie Wärmebild- und Dokumentenexperten.

Für Haydter und Co ging es – sollte ein zuvor durchgeführter Covid19-Test (Anmerkung: nach Redaktionsschluss) negativ ausgefallen sein, am Dienstag Richtung Serbien. „Ich werde drei Monate dort bleiben. Es gibt auch die Option zur Verlängerung um einen Monat“, berichtet Haydter, der bereits mehrmals für das Bundesheer im Auslandseinsatz im Kosovo stand. Der Wallseer ist Teil eines Pooles von 400 Polizisten, die für internationale, bilaterale Einsätze in Frage kommen.

Haydter: „Routine ist so ein Einsatz nie“

Gemeldet habe sich Haydter deshalb, weil die österreichische Polizei noch nie an der serbisch-mazedonischen Grenze im Einsatz stand. Er gehe mit Respekt, aber ohne Angst an seine neue Aufgabe. „Routine ist so ein Einsatz nie, aber Angst ist definitiv der falsche Zugang“, weiß er. Momentan sei die Sicherheitslage vor Ort, wie serbische Polizisten berichten, ohnehin sehr ruhig. Das könne sich allerdings freilich ändern.

„Ich danke Ihnen, dass Sie sich bereit erklärt haben, an dieser Auslandsmission teilzunehmen“, sagte Innenminister Nehammer bei der Verabschiedung. „Passen Sie auf sich auf und kehren Sie sicher und gesund nach Österreich zurück“, wünschte er Haydter und den anderen neun Polizisten zudem eine erfolgreiche Heimkehr.