Sigrid Horn protestiert gegen Bauwahn. Protestsongcontest-Siegerin Sigrid Horn (28) über die Bedeutung des Siegerliedes „baun“.

Von Peter Führer. Erstellt am 20. Februar 2019 (05:23)
Christian
Sigrid Horn überzeugte das Publikum und auch Moderator Michael Ostrowski mit ihrem Lied „baun“. Dabei kritisiert sie die Zersiedelung der Landschaft.Stipkovits/FM4

Die gebürtige Neuhofnerin Sigrid Horn gewann den FM4-Protestsongcontest. Im Interview klärt die 28-Jährige, die derzeit das Unterrichtspraktikum am Gymnasium Amstetten absolviert, über die Botschaft des Siegerliedes „baun“ auf.

NÖN: Wie war Ihre Reaktion auf die Siegerverkündung?

Sigrid Horn: „ Ich bin ganz ohne Erwartungen rein gegangen und wollte einfach eine feine Zeit verbringen. Bis zum letzten Moment rechnete ich nicht mit einem Sieg. Außerdem war es eine sehr knappe Entscheidung, erst im letzten Moment stellte sich heraus, dass wir gewonnen haben. Das Ziel von Bernhard Scheiblauer, der mich an der Ukulele begleitete, und mir war es, die Zeit auf der Bühne zu genießen und eine gute Performance abzuliefern. Und das ist uns anscheinend gut gelungen.“

Worum geht es bei dem Siegerlied „baun“?

Horn: „Ausgehend von der Zersiedelung der Landschaft und Versiegelung von Flächen wird eine Haltung kritisiert, die ich für die Zerstörung unserer Umwelt und für die Korrumpierung des menschlichen Miteinanders verantwortlich mache: Das rücksichtslose Expandieren um jeden Preis.“

Waren Sie schon öfter beim Protestsongcontest dabei?

Horn: „Eines meiner ersten Live-Konzerte spielte ich 2007 mit meiner Band ‚wosisig‘ in Wien bei der Protestsongcontest-Vorausscheidung. Die damaligen Anregungen und das Lob waren ein wichtiger Ansporn, weiterhin Musik zu machen. Auch danach haben wir immer wieder teilgenommen und waren auch 2012 und 2013 unter den Top10“

Gibt es in nächster Zeit die Möglichkeit, Sie in unserer Region zu hören?

Horn: „Ja! Wir – Sarah Metzler, Bernhard Scheiblauer und ich – spielen im Trio am 15. März in Linz in der Black Box im Landestheater und am 16. März im Rathaussaal Amstetten. Gemeinsam präsentieren wir das Album ‚Sog i bin weg‘, das im Oktober bei bader molden Recordings mit Ernst Molden als Produzenten erschienen ist. Das Album ist im Handel als CD und auf Vinyl erhältlich. Im Internet findet man mich auf Plattformen wie Spotify. Auf Youtube gibt es ein schönes Video von unserer Single „woiza“ und FM4 hat vom Finale im Rabenhoftheater schon einen Live-Mitschnitt auf Youtube veröffentlicht.“