Schwarzblau ein No-Go. Über den Wahlsieg der ÖVP im Bezirk Amstetten.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 30. September 2019 (14:10)

„Ich bin happy“: Weistrachs Bürgermeister Erwin Pittersberger sprach am Wahlabend wohl allen ÖVP-Funktionären im Bezirk aus der Seele. Und das nicht nur mit der Freude über den Zugewinn seiner Partei, sondern auch mit seiner Ablehnung einer Neuauflage von Schwarzblau. Bei etlichen ÖVP-Bürgermeistern im Bezirk ist diese Option ein „No-Go“. Bezirksobmann Andreas Hanger und die anderen Parteigranden wollten sich da zwar noch nicht festlegen, aber dass die Verluste der FPÖ in der schwarzen Parteizentrale kräftig bejubelt wurden, spricht wohl auch eine deutliche Sprache.

Interessant ist, dass die ÖVP auch ohne Vorzugsstimmenwahlkampf stark zulegen konnte. Bisher hieß es immer, dieses Modell sei für die Wählermobilisierung unerlässlich und die Mandatare machten letztlich gute Miene zum „bösen“ Spiel. Aber vielleicht bringt die Erkenntnis, dass man auch ein Top-Ergebnis erreichen kann, wenn alle am selben Strang ziehen, ja nun ein Umdenken.