Folgenreicher Ärztemangel. Über das Ende der Wochenendbereitschaft der Amstettner Stadt-Ärzte

Von Peter Führer. Erstellt am 08. Juli 2019 (14:17)

Die Allgemeinmediziner schlagen aufgrund anhaltender Überbelastung Alarm: Immer mehr Verwaltungsaufgaben, immer mehr Patienten, die sich auf – Stichwort Ärztemangel – immer weniger besetzte Ordinationen aufteilen. Der Frust führte dazu, dass sich die Ärzte der Stadt Amstetten dazu entschlossen haben, keine Wochenendbereitschaftsdienste mehr durchzuführen. Von der Politik fühlt man sich im Stich gelassen.

Es ist natürlich für die Patienten erfreulich, dass im nächsten Quartal Kollegen aus der Umgebung die Wochenenddienste für die Stadt mit übernehmen. Langfristig wird es aber auch in Amstetten wieder Bereitschaftsdienste brauchen. Auch wenn bereits jetzt Patienten zum Teil trotz besetzter Ordinationen in das Landesklinikum ausgewichen sind.

Die Hauptursache für die Misere ist fehlender Ärztenachwuchs bei den Allgemeinmedizinern. Gelingt es nicht, diesen Beruf wieder zu attraktivieren, wird sich die Situation eher verschlimmern denn verbessern.