Wo ein Wille, da auch Reform?. Daniel Hartl über ein Pilotprojekt, das zum Interessenskonflikt mutiert.

Von Daniel Hartl. Erstellt am 05. Februar 2019 (01:00)

Am 26. Februar befasst sich das NÖFV-Sportreferat mit einem Vorhaben, dass den Initiatoren bereits längere Zeit ein Anliegen ist. Es geht um das Pilotprojekt „Landesliga-Reserven in den 2. Klassen“. Auf Betreiben von Vereinen wie Ardagger oder St. Peter sollen die U23-Teams aufgewertet werden, indem man sie zu zweiten Kampfmannschaften macht und in die 2. Klassen eingliedert. Dieses Ansinnen stößt nicht nur in den eigenen Reihen der Liga-Teams auf Zurückweisung.

Die Schaffung einer zweiten Kampfmannschaft ist mit einem Mehraufwand an Ressourcen verbunden, die viele Vereine nicht stemmen können oder wollen. Der sportliche Mehrwert für die ambitionierten jungen Kicker ist in der letzten Spielklasse des Landes außerdem längst nicht erwiesen. Die Initiatoren des Projektes haben auch mit dem Widerstand des Verbandes selbst zu kämpfen. Die Schirmherren der Liga geben sich gewohnt konservativ. Weiters riechen die Vereine der zweiten Klassen bereits eine Wettbewerbsverzerrung.

Die Einwände gegenüber der Umsetzung des Projektes sind verständlich, lassen sie sich doch auch nicht ganz aus der Welt schaffen. Die Reform des Regionalliga-Betriebes, die auch Amstetten und Waidhofen mit den 1B-Teams betraf, zeigte vor einigen Jahren aber, dass dies der Machbarkeit keinen Abbruch tut.