Ausstellung in St. Peter/Au: Konsequente Bildersprache

Erstellt am 14. Mai 2022 | 07:14
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Bei der Vernissage freute sich Kurator Leopold Kogler (2. von links), Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (rechts), Künstler Wolfgang Denk mit Gattin Martha sowie Bürgermeister Johannes Heuras begrüßen zu dürfen.
Foto: NOEN
Der renommierte Maler Wolfgang Denk präsentiert in der blaugelben Galerie unter dem Titel „Daheim“ ein breites Spektrum seines aktuellen Schaffens.

Seit Ende der 2010er-Jahre arbeitet Wolfgang Denk, der vor 75 Jahren in Seitenstetten geboren wurde, mit hohem Krafteinsatz an einer neuen, unverwechselbaren Bildsprache. Der nun im Waldviertel lebende, leidenschaftliche Maler begeistert in der blaugelben Galerie im Schloss St. Peter in der Au mit einer Werkschau, die ganz neue Gemälde entdecken lässt. Am Sonntag wurde sie eröffnet.

Denks zentrales Motiv ist, wie er selbst formuliert, „die gestische Malaktion auf vorbestimmte Farbfelder zu konzentrieren“. Die poetischen Großformate vermitteln eine geballte Landschaft voller überraschender Farbverdichtungen und auflösender Lichteffekte. Große Bedeutung kommt auch der Farbgestaltung zu, die auf Harmonie abzielt, auf beglückende Erlebnisse, um der Schwere der Welt zu entfliehen. Er zeigt in der Ausstellung „Daheim“, der Titel ist eine Anspielung auf die Rückkehr an seinen Geburtsort, der etwa einen Kilometer vom Schloss entfernt ist, welch immense Möglichkeiten in der Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Raum liegen.

Mit dieser Ausstellung markiert Wolfgang Denk Extreme seines Werks, wie etwa die überbordende Bildgröße, und exponiert gleichzeitig deren Verbindung mit fein ziseliertem Lineament. Alles geht dabei aber ineinander über. Scheinbar gegenläufige malerische Entwürfe ins Spiel zu bringen, ist Sache einer außergewöhnlichen Radikalität und Präzision, die seiner künstlerischen Gedankenwelt zugrunde liegt. Der Farbenreichtum, der Glanz, die Dichte der grafischen Netze, die gestische Orientierung seiner Malerei auf farbundurchlässigen Hartfaserplatten und das Prozesshafte bestimmen seine konsequente Bildsprache.

Die Ausstellung ist auch ein Beleg für seine wiedererlangte Produktivität, denn Wolfgang Denk konnte lange Zeit nach einem schweren Autounfall nicht arbeiten.