Mauer hat bald wieder einen Arzt. Stadt Amstetten wird die Ordination sanieren. Voraussichtlich öffnet sie im Jänner 2020.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 15. Oktober 2019 (04:11)
SPÖ

Seit über einem Jahr gibt es in Mauer keinen praktischen Arzt mehr. Damals ging Dr. Leopold Klemm in den Ruhestand. Die Ärztekammer hat den Kassenvertrag zwar immer wieder neu ausgeschrieben, doch bisher gab es dafür keinen einzigen Bewerber. Auch alle Bemühungen der Stadt, einen Allgemeinmediziner für die Übernahme der Praxis zu begeistern, sind im Sand verlaufen.

Jetzt gibt es aber neue Hoffnung. Bürgermeisterin Ursula Puchebner und Ortsvorsteher Bernhard Wagner haben Kontakt mit der Landeskliniken-Holding aufgenommen. „Denn im Rahmen der Niederösterreichischen Landarztgarantie wäre es seit 1. Juli möglich, die ärztliche Versorgung in Mauer zumindest wieder stundenweise aufzubauen“, sagt die Bürgermeisterin. Die Gespräche seien positiv verlaufen, berichten die beiden SPÖ-Politiker. Man habe sich vorerst darauf verständigt, dass die Stadt die Ordinationsräumlichkeiten nach den Vorgaben der Landeskliniken-Holding umgestaltet und auch für die Mindestausstattung sowie eine Ordinationshilfe sorgt.

Es wird zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen, die vorhandenen, barrierefreien Räumlichkeiten zu renovieren, daher ist eine zeitnahe Freigabe durch die Landeskliniken-Holding notwendig. „Im Gespräch haben wir gemeinsam den 1.1.2020 als realistischen Zeitpunkt für den Beginn der ärztlichen Tätigkeit festgelegt und wir sind sehr zuversichtlich, dass dieser Termin auch hält“, berichtet Wagner.

Die Holding hat mitgeteilt, dass bereits ein Pool an Ärzten gebildet wurde, aus dem auch die Ordination in Mauer besetzt werden kann. „Wir werden natürlich alle Hebel in Bewegung setzen, um die ärztliche Versorgung in Mauer sicherzustellen. Die Menschen im Ortsteil verdienen die bestmögliche ärztliche Versorgung“, sagt die Bürgermeisterin.