Trauer um Pfarrer Josef Lammerhuber. Gestern Abend, am 1. Dezember, ist St. Georgens Ehrenbürger und langjähriger Pfarrer Josef Lammerhuber verstorben.

Von Red. Amstetten. Erstellt am 02. Dezember 2020 (10:35)
Pfarrer Josef Lammerhuber ist gestern Abend im Alter von 93 Jahren verstorben.
Gartler/Archiv

Die Marktgemeinde St. Georgen am Ybbsfelde trauert um den Ehrenbürger Josef Lammerhuber. Dieser ist am Abend des 1. Dezembers 2020 in St. Georgen verstorben. Die Gemeinde würdigt das Wirken ihres Ehrenbürgers, Ehrenringträgers und Kulturpreisträgers.

Über viele Jahre lang hat sich Pfarrer Lammerhuber neben seiner spirituellen Tätigkeit in der Pfarre auch um die weltlichen Belange der Gemeindebürger sehr angenommen.

Im Rahmen einer heiligen Messe mit Dechant Johann Berger, Pater Lorenz Pfaffenhuber und Professor Gerhard Scholz (von rechts) feierte Josef Lammerhuber 2011 sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Die Gemeinde benannte die Radwegverbindung nach Leutzmannsdorf nach ihm. Josef Lammerhuber war jährlich sehr viele Kilometer im Gemeindegebiet mit dem Fahrrad unterwegs.
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"Er war stets bemüht, bestmöglich mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten. Seinem Weitblick für die Entwicklung der Gemeinde war es zu verdanken, dass Grundstücke, die im pfarrlichen Eigentum standen, für Siedlungstätigkeiten und sportliche Stätten zur Verfügung gestellt wurden. Somit konnte im Ortskern Wohnraum für junge Familien und Freizeitmöglichkeiten für unsere Bürger geschaffen werden", heißt es im Nachruf der Gemeinde.

Gemeinde

Vielen Bürgern war Josef Lammerhuber auch dadurch bekannt, dass er viele Kilometer im Gemeindegebiet mit seinem Fahrrad unterwegs war. Demnach wurde auch die Radwegverbindung nach Blindenmarkt als „Pfarrer Josef Lammerhuber Weg“ nach ihm benannt.

Pfarrer Lammerhuber feierte am 10. Juli 2016 sein 65 - jähriges Priesterjubiläum und seinen 89. Geburtstag. Mit der sehr feierlich zelebrierten Messe von Diözesanbischof Klaus Küng wurde damals bereits das Wirken des langjährigen Herrn Pfarrers gewürdigt.

Ehrenring, Ehrenbürgerschaft und Kulturpreis

Seitens der Marktgemeinde wurde er für seine Verdienste am 9. Juli 1977 mit dem Ehrenring der Gemeinde ausgezeichnet. Die Ehrenbürgerschaft wurde ihm am 13. Juli 1997 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung verliehen. Maßgeblich war er an der Entwicklung des kulturellen Lebens in St. Georgen beteiligt.

Bei der Errichtung des Pfarrsaales, welcher über Jahrzehnte das kulturelle Leben prägte, packte er auch selbst tatkräftig mit an und organisierte federführend den Bau. Im Jahr 2005 wurde ihm für seine Leistungen im kulturellen Bereich der Kulturpreis der Marktgemeinde verliehen.

Gemeinde

Auch das Land Niederösterreich würdigte am 29. September 1987 seine Verdienste und verlieh ihm das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland NÖ“.

Bürgermeister Christoph Haselsteiner und die Gemeindevertreter drücken den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus und sprechen für das umfassende Wirken in ihrer Heimatgemeinde ihren Dank aus.