Feier für zwei sehr verdiente Pädagogen. Schulleiter Josef Penzendorfer und Fachlehrer Karlheinz Vinkov wurden an der Neuen Mittelschule Seitenstetten verabschiedet.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. Juli 2019 (05:39)
Kogler
Bei der Abschiedsfeier (von links): Bürgermeister Fritz Hinterleitner, Bildungsdirektor Johann Heuras, Marianne und Josef Penzendorfer, Direktorin Jutta Feuerstein-Holzer, Astrid und Karlheinz Vinkov, Bildungsmanager Josef Hörndler, Herta Leitner und Bürgermeister Johann Spreitzer.

Es gibt nicht viele Persönlichkeiten, die eine Schule wie die NMS Seitenstetten, in der jüngeren Vergangenheit mit vergleichbarer Intensität geprägt haben, wie Schulleiter Josef Penzendorfer, der als Krönung seiner vierzigjährigen Schullaufbahn diese Funktion ein halbes Jahr innehatte. „Und es war eine sehr schöne Aufgabe“, sagt Penzendorfer am Freitag beim Fest zu seinen Ehren.

Zur Feier waren Bildungsdirektor Johann Heuras und Bildungsmanager Josef Hörndler sowie die beiden Bürgermeister Fritz Hinterleitner und Josef Spreitzer sowie die ehemalige Direktorin Christa Leitner gekommen. Und natürlich viele Eltern und die Schüler sowie die Kollegen der „Friedens- und Kunstschule“, die die Begegnung von Hirn, Herz und Hand mustergültig fördert.

Ein feines, würdiges Fest wurde gestaltet und mit wunderbaren musikalischen Beiträgen bereichert. Welch Kaliber eines Brückenbauers, Friedensaktivisten und Einfädlers respektvoller Netzwerke Penzendorfer ist, wurde in den pointierten Ansprachen veranschaulicht. Gemäß dem Motto „Lebe bewusst in der Gegenwart, schöpfe besonnen aus der Vergangenheit, plane gelassen an der Zukunft“ hat der Leiter der ARGE „Lesen NÖ“ und Mastermind der NMS Seitenstetten gewirkt.

Außergewöhnliche Lebensleistung

Was Penzendorfer für die Schule erwirkt, ersonnen und erarbeitet hat, ist eine außergewöhnliche Lebensleistung. Er engagierte sich nicht nur für ein friedvolles, gemeinsames Miteinander, sondern ersann immer wieder auch ganz besondere Angebote für die Schule und suchte Kooperationen. Kommunikation wurde bei Penzendorfer besonders in den Mittelpunkt gerückt. Seine Emotionen galten den Schülerinnen und Schülern. „Seitenstetten ist mir zur zweiten Heimat geworden“, so der sichtliche ergriffene nunmehrige „Pensionist“, der ja in Wolfsbach wohnt.

Verabschiedet wurde an diesem Tag aber auch Fachlehrer Karlheinz Vinkov, der mit seinen kreativen Ideen die Schule ebenfalls wesentlich geprägt hat. Viele einzigartige Projekte wurden realisiert und das Künstlerische zu einem Fixpunkt im Schulbetrieb.

Frieden und Kunst, Spaß und Freude, die Ehrfucht vor der Natur und ein stilvolles Miteinander wurden hier von zwei Persönlichkeiten unter der Einbindung vieler unterstützender Menschen zu einer Einheit verschmolzen.

„Mögen diese Grundwerte weiter gepflogen werden“, sagt Penzendorfer. „Viele Problemfelder sind in den Jahrzehnten in die Schule getragen worden. Als Optimist denke ich aber an lösbare Herausforderungen. Die Vision von einer positiven Entwicklung soll nicht nur dem Wesen einer Schule eingeschrieben sein, sondern der ganzen Gesellschaft.“