St. Georgen/Ybbsfelde: Gemeinde kauft Molkerei-Areal

9.000 Quadratmeter stehen nun für die Entwicklung des Ortskernes zur Verfügung. Miet- und Pachtverträge werden übernommen.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:51
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Vizebürgermeister Markus Huber, Bürgermeister Christoph Haselsteiner und Amtsleiter Georg Hahn berichten über den Kauf des Molkerei-Areals.
Foto: Führer

Die Gemeinde tätigt eine Großinvestition und kauft das zentrumsnah gelegene Grundstück der ehemaligen Molkerei. Dabei handelt es sich um 9.000 Quadratmeter. „Der Kaufvertrag ist jetzt unterzeichnet worden. Wir erwerben die Molkerei, den Brunnen und auch die Hochbehälter sowie die Wohngebäude. Die Miet- und Pachtverträge werden ebenfalls übernommen“, erklärt Bürgermeister Christoph Haselsteiner.

Der Ortskern soll neu erblühen

Ziel der Investition ist eine mittel- und langfristige Ortskernbelebung. So kann sich Haselsteiner vorstellen, dass auf dem Areal künftig ein Nahversorger, Arzt oder Ärzte, ein neues Gemeindeamt sowie Gastronomiebetriebe entstehen. Zudem könnte auch die Polizeiinspektion hierher verlegt werden. „Die Polizeiinspektion ist nicht barrierefrei, daher ist es vorstellbar, dass sich bei der Molkerei ein neuer Platz findet. Das Gemeindeamt ist zudem bereits in die Jahre gekommen und eine Sanierung der Gemeinderäume sehr schwierig. Es fehlen ja auch ein Sitzungssaal und Räume für Besprechungen“, schildert Haselsteiner.

Allerdings werde man behutsam in die Planungen gehen und keine überhasteten Entscheidungen treffen. „Wir wollen den Ortskern attraktivieren und für unsere Nahversorger absichern. Das heißt aber nicht, dass schon in zwei Jahren alles abgerissen wird. Es ist ein Projekt für die nächsten zehn Jahre, das wir gemeinsam entwickeln wollen. Und zwar auf der Basis des Leitbildes, das wir vor Kurzem ausgearbeitet haben“, sagt Bürgermeister Haselsteiner.

3,3 Millionen Euro für Grundstücke

Es solle auch nichts verschwinden, sondern Neues dazukommen. Bezüglich Gastronomie kann sich der Ortschef auch eine Variante Richtung Abendgastronomie, zum Beispiel eine Vinothek, vorstellen. Eine weitere Idee ist die Errichtung von Räumlichkeiten für ein Museum. „Mit diesem Kauf können wir auch bestehende Flächen nützen anstatt weitere Grünflächen zu bebauen.

Der Kauf der Molkerei ist übrigens nicht die einzige Investition der jüngeren Vergangenheit. Insgesamt hat die Gemeinde in der letztwöchigen Gemeinderatssitzung 3,3 Millionen Euro für Grundkäufe budgetiert. „Mit der Summe wollen wir insgesamt vier Grundstücke kaufen, damit wir die Gemeindeentwicklung weiter vorantreiben können. Ein weiteres dieser vier Grundstücke ist das Gebäude, in dem sich das Café Pub ‚Dahoam‘ befindet. Das haben wir bereits erworben, zwei andere Grundstücke sollen noch heuer folgen“, führt Haselsteiner weiter aus.