Hanger als Amstettner ÖVP-Bezirksparteiobmann bestätigt

Volkspartei beschwor Einigkeit im Bezirk und im Land. Deutliches Vertrauensvotum für Parteiobmann und Vorstand.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:14
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Bezirksobmann Andreas Hanger und seine Stellvertreter Anton Kasser und Michaela Hinterholzer dankten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für den Besuch des Parteitages.
Foto: NOEN

Einigkeit demonstrierte die ÖVP des Bezirks Amstetten beim Parteitag in St. Peter in der Au.

Landesparteigeschäftsführer Bernhard Ebner ging in seinem Statement natürlich auf die Entwicklungen im Bund ein. Er lobte zwar Sebastian Kurz für dessen Schritt zur Seite, betonte aber auch, dass „die Chats ein Bild zeichnen, das wir als VPNÖ nicht stehen lassen können, dürfen und wollen. Wir fordern die Justiz daher auf, schnell und gründlich zu arbeiten, um die Vorwürfe zu klären.“ Im Gegenzug kritisierte Ebner, dass „die Unschuldsvermutung in Österreich zwar für jeden gelte, aber sicher nicht für einen Politiker“. Nationalrat und Bezirksparteiobmann Andreas Hanger bezeichnete er als Politiker mit „Charakter und Haltung“, dessen Rolle als „Ausputzer“ der Bundespartei keine leichte, aber eine notwendige sei. Ebner hob hervor, dass die ÖVP in Niederösterreich wie keine andere auf Land und Leute schaue und eine „vor-Ort-Partei“, sei. Im Bezirk Amstetten stellt sie in 32 von 35 Gemeinden den Bürgermeister, hat 530 Gemeinderäte, 750 Funktionäre und rund 21.100 Mitglieder.

„Wir mussten dagegenhalten“

Hanger gab in seiner Ansprache einen Überblick über die Entwicklung im Bezirk und freute sich dabei unter anderem über die florierende Wirtschaft, Vollbeschäftigung und eine wachsende Bevölkerungszahl (derzeit rund 128.000). Sorgen macht ihm der Mangel an Pflegepersonal. Als wichtige Aufgabe für die kommenden Jahre sieht er eine Flexibilisierung der Mobilität. Zu seiner Rolle als „Ausputzer“ im Bund, betonte Hanger, dass er sich diese nicht ausgesucht habe. „Aber wir wurden ständig angegriffen und mussten dagegenhalten.“ Den Vorwurf, er habe die Justiz attackiert, lässt er nicht gelten. „Ich habe nur einzelne Personen im System kritisiert, das muss in einer liberalen Demokratie möglich sein.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bescheinigte Hanger, dass er im Bund in den letzten Monaten zwar „Dominanz und Härte“ an den Tag gelegt habe, „wir wissen aber, dass du auch ein anderer sein kannst, ein Visionär und Umsetzer und im Bezirk ein guter Gesprächspartner für Bürgermeister und Funktionäre.“

Mikl-Leitner lobte ebenfalls Kurz´ Schritt zur Seite, weil es wichtig sei, dass die Regierungsarbeit weitergehe, sandte Richtung Wien aber auch die klare Botschaft, dass dort „ohne Niederösterreich gar nichts geht.“ Die Landeshauptfrau sieht NÖ nach der Pandemie auf einem guten Weg, zumal die Arbeitslosenrate bereits unter dem Vorkrisen-Niveau liege und es heuer ein Wirtschaftswachstum von 4,3 Prozent gäbe. „Wir erleben den größten Aufschwung seit 14 Jahren.“ Mikl-Leitner lobte das neue Klima-Ticket, das Pendlern eine Entlastung von bis zu 61 Prozent bringe, pochte aber auch auf den weiteren Ausbau der Straßen in NÖ und verwies im Kampf gegen den Klimawandel auf das „Sonnenkraftwerk NÖ“ – die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf 150.000 Landesgebäuden.

Bei der Neuwahl wurde Bezirksparteiobmann Andreas Hanger mit 95,2 Prozent der Delegiertenstimmen bestätigt. Seine Stellvertreter, Bernhard Ebner, Anton Kasser und Michaela Hinterholzer kamen auf 98 bis 99 Prozent, ebenso der restliche Bezirksparteivorstand.