Entscheidung über Perneder-Haus noch heuer. Wegen Unsanierbarkeit wurde das ehemalige Kaufhaus Perneder abgerissen. Gemeinde will noch heuer darüber entscheiden, was nun mit dem Areal passieren soll.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 03. Juli 2020 (05:23)
Bürgermeister Michael Hülmbauer vor dem seit langem diskutierten Ortskernprojekt auf dem ehemaligen Grund des Kaufhauses Perneder in Ferschnitz.
Otmar Gartler

Nach wie vor im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen quer durch alle Parteien steht das Areal des ehemaligen Perneder-Hauses im Ortszentrum von Ferschnitz. Von der Marktgemeinde gekauft wurde es im Jahr 2016 und im Februar 2020 wegen Unsanierbarkeit abgerissen.

Es gab dazwischen viele Gespräche, Termine, das arbeitsintensive Projekt „Ferschnitz 2030“ von Andrea Hilmbauer, ein Ideenbüro, Fragebogenaktionen, Sitzungen, Besprechungen, Bevölkerungsveranstaltungen und vieles mehr.

Drei Projekte zeichnen sich derzeit ab

Auch bei der letzten Gemeinderatssitzung am 23. Juni stand dieses Ortskernprojekt auf der Tagesordnung. Derzeit zeichnen sich drei mögliche Projekte ab. Einerseits könnte auf diesem Areal ein Bürogebäude mit integriertem Café errichtet werden und andererseits ist auch der Bau von betreubaren Wohnungen angedacht.

Als Alternative kann man sich vorstellen, diesen Platz gar nicht zu verbauen, sondern wie derzeit für Parkplätze und als zusätzliche Begegnungszone zu nutzen. Bürgermeister Michael Hülmbauer will jedenfalls „Nägel mit Köpfen machen und nach einer Nachdenkphase im Sommer noch in diesem Jahr eine Entscheidung herbeiführen“.

Bezugsfertig wird im September der Kindergartenzubau für eine fünfte Gruppe sein, die aufgrund des starken Zuzugs von Jungfamilien notwendig wurde. Im Laufe des Sommers wird die dritte und vierte Klasse der Volksschule saniert. Im Sommer 2021 steht dann die Modernisierung der ersten und zweiten Klasse auf dem Programm.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Erstellung eines Trinkwasserplanes in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich. Dabei werden die Bestandsanlagen bewertet und analysiert sowie mögliche zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten für den noch nicht versorgten ländlichen Raum betrachtet.

Die Erweiterung der Wasserleitung ist ein Projekt, das natürlich nur in einem Zeitraum von mehreren Jahren umgesetzt werden kann. Es sollen jedoch noch in diesem Jahr in einigen Ortschaften Hausbesuche stattfinden, und je nach Finanzlage und Interesse der Liegenschaftsbesitzer könnte auch noch ein Ausbauprojekt gestartet werden.