Oed-Oehling

Erstellt am 13. März 2018, 03:30

von Hermann Knapp

Firma Meiller stellte neuen Standort in Oed vor. Mehr als 100 Bürger informierten sich im Sturmhof über das Vorhaben. In Oed soll die Österreichzentrale des Kipperbauers entstehen mit 150 Mitarbeitern.

Meiller-Projektleiter Robert Schlögel, Vizebürgermeister Martin Kattner, Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer und Meiller-Geschäftsführer Herbert Haselsberger bei der Projektpräsentation.  |  Knapp

Am Dienstag der Vorwoche hat die Meiller GmbH der Bevölkerung von Oed im Sturmhof ihr geplantes Projekt direkt neben der Autobahnauffahrt Wien präsentiert. Mehr als 100 Bürger waren gekommen um sich darüber zu informieren. In Oed soll die Österreich-Niederlassung des deutschen Konzerns entstehen. Die Standorte Waidhofen und Asten werden aufgelassen und die Belegschaft nach Oed mitgenommen.

„Die beiden Standorte verursachen zu hohe Kosten, weil wir ein doppeltes Lager haben und auch das Personal nicht flexibel einsetzen können. In Oed wird das künftig anders sein“, sagt Geschäftsführer Herbert Haselsberger. Er wies auch auf den Umwelteffekt hin. Durch den neuen Standort würden jährlich bis zu 7.000 Lkw-Fahrten ins Ybbstal wegfallen.

Sechs Hektar groß ist das Areal, das Meiller-Kipper erworben hat. Nur zwei davon werden bebaut, der Rest wird vor allem für Abstellfächen genutzt.

Meiller investiert 22 Mio. in den neuen Standort

2017 machte die Firma Meiller rund 32 Millionen Euro Umsatz und lieferte rund 1.500 Kipper aus. Der Plan ist, den Umsatz auf 40 Millionen zu steigern und 1.800 Kipper im Jahr zu erzeugen. Die Belegschaft soll von derzeit 100 auf rund 150 Mitarbeiter aufgestockt werden.

So soll das Werk an der Autobahnauffahrt Wien nach der Fertigstellung im Jahr 2019 aussehen.  |  Meiller

Die Firma investiert 22 Millionen Euro in den neuen Standort. Ende 2019 soll das Werk fertig, im zweiten Quartal 2020 die Übersiedlung abgeschlossen sein.

In Oed wird die Firma Meiller mit offenen Armen empfangen. „Wir sind sehr froh, dass die Konzernleitung sich für unsere Gemeinde entschieden hat. Unsere Kommunalsteuereinnahmen werden sich dadurch mehr als verdoppeln und das kommt wiederum den Bürgern zugute“, sagt Ortschefin Michaela Hinterholzer.

Die Anfragen der Bürger drehten sich hauptsächlich um Emissionsschutz und Verkehrsanbindung und wurden zufriedenstellend beantwortet.