Amstetten: 2,1 Millionen in Hochwasserschutz investiert. Hochwasserschutz-Vorzeigeprojekt Haabergbach ist fast fertig. 84 Objekte werden damit künftig vor Überflutung bewahrt.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 14. April 2021 (05:18)
Die Obfrau des Wasserverbandes Ybbs-Unterlauf, Michaela Pfaffeneder, – am Bild an einem der drei Absperrbauwerke – freut sich über die Fertigstellung der Bauarbeiten am Hochwasserschutz Haabergbach. Foto: Otmar Gartler
Otmar Gartler

Im Zeitplan ist das Hochwasserschutzprojekt Haabergbach in der Nähe des Obi-Marktes. Die Bauarbeiten sind bereits abgeschlossen, Ende April, Anfang Mai folgt die Bepflanzung durch Wildsträucher und Bäume.

Die offizielle Eröffnung wird voraussichtlich im Sommer 2021 erfolgen. Durch den Haabergbach kam es in der Vergangenheit immer wieder zu erheblichen Überflutungen im Stadtgebiet von Amstetten. Das Projekt soll den Hochwasserabfluss des Haabergbaches durch ein Entlastungsgerinne und durch die Regelung über Absperrbauwerke am Mühlbach auf kurzem Wege direkt in die Ybbs ausleiten. Insgesamt drei Absperrbauwerke mit Hubschützen am Haabergbach, Mühlbach und am Auslauf in die Ybbs sowie eine neue Zufahrtsbrücke wurden errichtet.

Der Haabergbach wurde bis zur Entlastung auf rund 160 Metern durch eine Ufermauer und einen Uferdamm und das Entlastungsgerinne bis zum Amstettner Mühlbach auf rund 140 Metern ausgebaut. Adaptiert wurden die beidseitigen Uferbereiche am Amstettner Mühlbach auf rund 100 Meter durch einen linksufrigen Damm und einer rechtsufrigen Mauer.

Aufgrund der kurzzeitigen Hochwasserereignisse am Haabergbach sind alle Schützenverschlüsse automatisch gesteuert und in das Hochwasseralarmsystem der Stadtgemeinde integriert. Durch diese Maßnahmen werden 191 Bewohner und 84 Objekte vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt.

„Als Obfrau des Wasserverbandes Ybbs-Unterlauf freue ich mich sehr, dass der Hochwasserschutz Haabergbach vor der Fertigstellung steht und hier ein wirkliches Vorzeigeprojekt für die Stadtgemeinde Amstetten entsteht. Als wichtigste Herausforderung sehe ich einerseits die Hochwassersicherheit zu gewährleisten und andererseits die ökologischen Erfordernisse zu berücksichtigen beziehungsweise die Erhaltung und der Schutz der Lebensräume für Tiere und Pflanzen“, betont Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder.